
Es kündigte sich ein sonniger Tag an.
Der Gleiter stand am Rande des Waldes, verborgen hinter einer hohen, stachligen Hecke. Unweit aber lag die Siedlung dieser Nordprimitivlinge, die auszukundschaften sie sich für die nächste Zeit vorgenommen hatten.
Allerdings war die Sonne gerade aus der Ebene gestiegen, und außer einem vielstimmigen Gerufe der Vögel lag die Natur in Ruhe.
An den Gewächsen mannigfaltiger Arten hingen Wassertropfen, die ein tausendpunktiges farbiges Glitzern ausstrahlten. Der Arbeitsrhythmus hatte noch nicht begonnen.
Eine Weile gab AmUlzo sich der Erhabenheit des auflebenden Tages hin. >Ein wundervoller Plan<, dachte er zum wiederholten Male.
Den Norden hatten sie zwar kühler, aber in einem überwältigenden Lebensreichtum angetroffen. Und immer mehr nahm AmUlzos fixe Idee Gestalt an.
VonEtali glitt ein und fragte verwundert: »So früh?«
AmUlzo wies auf die Szene: Jussup führte den Esel aus dem Hof. Miriam winkte jemandem zu, der vom Holoskop nicht erfasst wurde, sich außerhalb des Bildes befand.
»Ah, der Aktivar hat angesprochen, eine größere Sache also.«
»Leider haben wir Reichweite-Probleme. Dieses blöde Magnetfeld ...«
»Noch geht es. Was wollen wir machen?«
»Ich denke, wir beobachten - eine Weile zumindest. Wir dürfen die beiden nicht aus den Augen verlieren, sollten wissen, was sie vorhaben. Das Weib müsste bereits ahnen, dass sie schwanger ist. Aber solange der Jussup es nicht weiß, haben wir eine gesteigerte Verantwortung. Lange wird sie es ohnehin nicht mehr verheimlichen können.«
»Du musst handeln, AmUlzo! Bedenke, in welchen Konflikt wir diese Miriam gebracht haben. Das arme Geschöpf weiß nicht, wie ihr geschieht, und niemand würde ihr glauben, dass sie ahnungslos ist. Sie kommt in arge Schwierigkeiten.«
AmUlzo blickte nachdenklich. Dann wies er aufs Bild. »Vielleicht ist dies eine Gelegenheit, die Sache zu bereinigen. Ich fliege hin.«
»Was wird aus dem hiesigen Auftrag?«
»Das übernimmst du, vertrittst mich. Ich nehme AusGarmi und VomBergo mit. Es wird nicht lange dauern, zwei bis drei Tage.«
»Und die Zentrale?«
AmUlzo lächelte. »Was die nicht weiß, macht sie nicht ...« Er unterbrach. »Mehr Sorgen machen mir unsere drei Gefährten hier. Ich will sie nach wie vor nicht einweihen. Ich habe den Eindruck, dass sie sich separieren.«
»Vielleicht liegt das auch ein wenig an - uns?«
AmUlzo antwortete nicht. Er blickte ins flackernde Hologramm, das den Hof zeigte, den Jussup und Miriam vor Augenblicken verlassen hatten.
Saat des Himmels.Science Fiction Roman
Vor etwa 2000 Jahren landen Außerirdische im Nahen Osten auf der Erde und erforschen die »Zivilisierten«, die sie dort vorfinden. Sie sind sich uneins in der Frage, ob man auf diese Primitiven nicht doch ein wenig Einfluss nehmen sollte, um sie auf den rechten Weg in eine Welt des Friedens zu bringen. Die Expeditionsleitung hat jeden Eingriff strikt verboten. Aber drei von ihnen zeugen heimlich zwei von ihnen genmanipulierte Menschen. Joshua wird von einer Jungfrau geboren und ihr Mann Jossip erkennt den Sohn der Götter an.
Beschreibung
Vor etwa 2000 Jahren landen Außerirdische im Nahen Osten auf der Erde und erforschen die »Zivilisierten«, die sie dort vorfinden. Sie sind sich uneins in der Frage, ob man auf diese Primitiven nicht doch ein wenig Einfluss nehmen sollte, um sie auf den rechten Weg in eine Welt des Friedens zu bringen. Die Expeditionsleitung hat jeden Eingriff strikt verboten. Aber drei von ihnen zeugen heimlich zwei von ihnen genmanipulierte Menschen. Joshua wird von einer Jungfrau geboren und ihr Mann Jossip erkennt den Sohn der Götter an.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 01.01.2000 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 09.02.2017 |
| Seiten | 228 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-95655-776-7 |
| ISBN (PDF) | 978-3-95655-777-4 |
| ASIN (Kindle) | B06WGLPL4V |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
Science FictionAußerirdischeAlienSpannungErdeKriegChristentumJesusKontakt mit AußerirdischenNaher OstenAntikeJungfrauengeburtGenmanipulationBeobachtungExpeditionMiriamJussupJossipJoshuaHistorischer RomanAlternative Ursprünge religiöser GeschichtenLeseprobe
Es kündigte sich ein sonniger Tag an.
Der Gleiter stand am Rande des Waldes, verborgen hinter einer hohen, stachligen Hecke. Unweit aber lag die Siedlung dieser Nordprimitivlinge, die auszukundschaften sie sich für die nächste Zeit vorgenommen hatten.
Allerdings war die Sonne gerade aus der Ebene gestiegen, und außer einem vielstimmigen Gerufe der Vögel lag die Natur in Ruhe.
An den Gewächsen mannigfaltiger Arten hingen Wassertropfen, die ein tausendpunktiges farbiges Glitzern ausstrahlten. Der Arbeitsrhythmus hatte noch nicht begonnen.
Eine Weile gab AmUlzo sich der Erhabenheit des auflebenden Tages hin. >Ein wundervoller Plan<, dachte er zum wiederholten Male.
Den Norden hatten sie zwar kühler, aber in einem überwältigenden Lebensreichtum angetroffen. Und immer mehr nahm AmUlzos fixe Idee Gestalt an.
VonEtali glitt ein und fragte verwundert: »So früh?«
AmUlzo wies auf die Szene: Jussup führte den Esel aus dem Hof. Miriam winkte jemandem zu, der vom Holoskop nicht erfasst wurde, sich außerhalb des Bildes befand.
»Ah, der Aktivar hat angesprochen, eine größere Sache also.«
»Leider haben wir Reichweite-Probleme. Dieses blöde Magnetfeld ...«
»Noch geht es. Was wollen wir machen?«
»Ich denke, wir beobachten - eine Weile zumindest. Wir dürfen die beiden nicht aus den Augen verlieren, sollten wissen, was sie vorhaben. Das Weib müsste bereits ahnen, dass sie schwanger ist. Aber solange der Jussup es nicht weiß, haben wir eine gesteigerte Verantwortung. Lange wird sie es ohnehin nicht mehr verheimlichen können.«
»Du musst handeln, AmUlzo! Bedenke, in welchen Konflikt wir diese Miriam gebracht haben. Das arme Geschöpf weiß nicht, wie ihr geschieht, und niemand würde ihr glauben, dass sie ahnungslos ist. Sie kommt in arge Schwierigkeiten.«
AmUlzo blickte nachdenklich. Dann wies er aufs Bild. »Vielleicht ist dies eine Gelegenheit, die Sache zu bereinigen. Ich fliege hin.«
»Was wird aus dem hiesigen Auftrag?«
»Das übernimmst du, vertrittst mich. Ich nehme AusGarmi und VomBergo mit. Es wird nicht lange dauern, zwei bis drei Tage.«
»Und die Zentrale?«
AmUlzo lächelte. »Was die nicht weiß, macht sie nicht ...« Er unterbrach. »Mehr Sorgen machen mir unsere drei Gefährten hier. Ich will sie nach wie vor nicht einweihen. Ich habe den Eindruck, dass sie sich separieren.«
»Vielleicht liegt das auch ein wenig an - uns?«
AmUlzo antwortete nicht. Er blickte ins flackernde Hologramm, das den Hof zeigte, den Jussup und Miriam vor Augenblicken verlassen hatten.
Alexander Kröger
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