
Tatsächlich sagt die Gouvernante prompt: „Entschuldige bitte Aphrodite, du musst ja tatsächlich großen Hunger gehabt haben. So hast du dich damit natürlich rehabilitiert!“
Aphrodite pustet jetzt zwar, sagt aber gut gelaunt: „Ich hatte wirklich Hunger. Aber jetzt brauche ich noch einen kleiner Absacker hinterher!“
„Was in aller Welt ist denn ein Absacker?“, fragt die Gouvernante erstaunt.
Aphrodite erklärt: „Ein Verdauungsschnaps!“
Die Gouvernante lacht und nickt: „Solche Dinger habe ich vorhin gesehen. Ich gehe und hole für jede einen Absacker!“
„Es können auch gerne zwei sein!“, ruft Aphrodite der Gouvernante hinterher und ringt nach Luft. Sie hat doch viel zu viel gegessen.
Die Frau kommt auch tatsächlich mit vier kleinen Fläschchen an, setzt sich an den Tisch und reicht Aphrodite zwei Fläschchen. Etwas überrascht betrachtet Aphrodite die Fläschchen, denn sie haben zwar einen Flaschenhals aber keinen sichtbaren Schraubverschluss. Mit Entsetzen sieht Aphrodite, wie die ach so vornehme Gouvernante den Flaschenhals einfach abbeißt und sofort herunterschluckt. Dann kippt sie sich den Inhalt in den Mund, um anschließend auch den Rest der Flasche zu verspeisen.
„Was schaust du so entsetzt?“, fragt die Gouvernante und greift schon nach ihrer zweiten Flasche.
Aphrodite: „Ihr habt ja die komplette Flasche gegessen?“
„Ja, wieso denn nicht? Das ist doch nur Zucker!“, sagt die Gouvernante und köpft jetzt die zweite kleine Flasche vor ihren Augen.
„Zucker?“, fragt Aphrodite ungläubig und leckt vorsichtig an der Flasche.
Unsicher beißt auch sie den Flaschenhals ab und schluckt ihn vorsichtig herunter. Tatsächlich schmilzt er in ihren Mund wie Butter. Der Inhalt ist schnell heruntergekippt. Auch den Rest der Flasche hat sie locker verschluckt. Die zweite Flasche lässt sie aber stehen, denn der Alkohol zeigt bei ihr schon seine Wirkung. Sie hat keine Lust, angetrunken durch Palermo zu laufen.
Von hinten kommt eine der Frauen auf sie zu, bleibt vor Aphrodite stehen, verbeugt sich leicht und sagt: „Kommen Sie bitte mit. Sie sind doch die bewusste Aphrodite?“
Aphrodite nickt. „Die Männer warten bereits unten auf sie!“
„Die Männer? Welche Männer denn? Ich habe nach keinen Männern verlangt“, fragt Aphrodite überrascht und verwirrt.
Die Frau lächelt und erklärt: „Die Männer sind Vertraute des Doktor Grandini. Wir bitten Sie darum, diese Männer nicht als potenzielle Freier zu betrachten. Der Doktor würde sicher auch etwas dagegen haben, wenn Sie sich mit den Männern einließen. Darum hält der Doktor es für angebracht, dass mindestens zwei Männer Sie begleiten und auf Sie aufpassen. In Ihrem Zimmer liegt noch passende Kleidung für Sie bereit. So halb nackt, wie Sie jetzt herumlaufen, können Sie sich in unserem schönen Palermo auf keinen Fall sehen lassen. Wir sind alles aufrichtige und ehrliche Katholiken. Huren sind in unserer Stadt weder gern gesehen noch erwünscht. Bitte halten Sie sich also mit Werbungen für Ihr Gewerbe in Palermo zurück!“
Aphrodite ist zwar sauer, dass sie wieder nur als Hure gesehen wird, erwidert aber trotzdem freundlich: „Danke für die Sachen und danke für Ihren sicher gut gemeinten Rat. Keine Sorge, ich werde eure Männer nicht verführen. Dass ich für bestimmte Männer Hurendienste leisten muss, ist schon schlimm genug.“
Die Frau reagiert erstaunt und meint zweifelnd: „Ach wirklich? Wir alle wollen das Beste für euch hoffen!“
„Ich geh dann schon mal!“, meint Aphrodite zur Gouvernante und steht auf.
Die Gouvernante ruft ihr noch zu: „Mach bloß keine Dummheiten! Trotzdem wünsche ich dir viel Spaß!“
Heute wird nichts passieren, beschließt Aphrodite und hat jetzt ihr Zimmer erreicht.
Die Zeitreisende, 7. Teil. Die Macht der Unsterblichen
Die ferne Welt des Planeten, auf dem die Frauen herrschten, hat Aphrodite nun verlassen. Die Erfahrung, dass die Macht in den Händen der Frauen nicht automatisch Glück und Wohlstand für die Menschen bedeutet, nimmt sie mit. Herrschaft über das andere Geschlecht bedeutet also immer Ungleichheit und Ausbeutung. Auch weiß sie nun, dass der Überlebenskampf eine wichtige Triebfeder des Fortschritts ist. Versinkt eine Gesellschaft in Stagnation und begnügt sich mit dem Wenigen, was sie erzeugt hat, ist der schleichende Untergang schon in Sicht. Die Welt des vierten Jahrtausends wartet in dem vorliegenden Teil auf sie. Ist es der Blick in eine leuchtende Zukunft oder darf die Zeitreisende dem Untergang der Menschheit zuschauen? Begleiten Sie Aphrodite in eine Zukunft, die sich wohl niemand so wünscht!Der Autor hat mit der 2. Auflage sein Erstlingswerk sehr stark überarbeitet und die kritischen, trotzdem begeisterten Hinweise berücksichtigt.
Beschreibung
Die ferne Welt des Planeten, auf dem die Frauen herrschten, hat Aphrodite nun verlassen. Die Erfahrung, dass die Macht in den Händen der Frauen nicht automatisch Glück und Wohlstand für die Menschen bedeutet, nimmt sie mit. Herrschaft über das andere Geschlecht bedeutet also immer Ungleichheit und Ausbeutung. Auch weiß sie nun, dass der Überlebenskampf eine wichtige Triebfeder des Fortschritts ist. Versinkt eine Gesellschaft in Stagnation und begnügt sich mit dem Wenigen, was sie erzeugt hat, ist der schleichende Untergang schon in Sicht. Die Welt des vierten Jahrtausends wartet in dem vorliegenden Teil auf sie. Ist es der Blick in eine leuchtende Zukunft oder darf die Zeitreisende dem Untergang der Menschheit zuschauen? Begleiten Sie Aphrodite in eine Zukunft, die sich wohl niemand so wünscht!
Der Autor hat mit der 2. Auflage sein Erstlingswerk sehr stark überarbeitet und die kritischen, trotzdem begeisterten Hinweise berücksichtigt.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 12.11.2012 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 12.11.2012 |
| Seiten | 593 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-86394-867-2 |
| ISBN (PDF) | 978-3-86394-868-9 |
| ASIN (Kindle) | B00WWJ828O |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
39. JahrhundertUmweltschutzProstitutionHureKorruptionPolizeiFußballEnglisches KönigshausBrasilienSizilienUnsterblichJungbrunnenMachtmissbrauchZeitreiseZukunftLeseprobe
Tatsächlich sagt die Gouvernante prompt: „Entschuldige bitte Aphrodite, du musst ja tatsächlich großen Hunger gehabt haben. So hast du dich damit natürlich rehabilitiert!“
Aphrodite pustet jetzt zwar, sagt aber gut gelaunt: „Ich hatte wirklich Hunger. Aber jetzt brauche ich noch einen kleiner Absacker hinterher!“
„Was in aller Welt ist denn ein Absacker?“, fragt die Gouvernante erstaunt.
Aphrodite erklärt: „Ein Verdauungsschnaps!“
Die Gouvernante lacht und nickt: „Solche Dinger habe ich vorhin gesehen. Ich gehe und hole für jede einen Absacker!“
„Es können auch gerne zwei sein!“, ruft Aphrodite der Gouvernante hinterher und ringt nach Luft. Sie hat doch viel zu viel gegessen.
Die Frau kommt auch tatsächlich mit vier kleinen Fläschchen an, setzt sich an den Tisch und reicht Aphrodite zwei Fläschchen. Etwas überrascht betrachtet Aphrodite die Fläschchen, denn sie haben zwar einen Flaschenhals aber keinen sichtbaren Schraubverschluss. Mit Entsetzen sieht Aphrodite, wie die ach so vornehme Gouvernante den Flaschenhals einfach abbeißt und sofort herunterschluckt. Dann kippt sie sich den Inhalt in den Mund, um anschließend auch den Rest der Flasche zu verspeisen.
„Was schaust du so entsetzt?“, fragt die Gouvernante und greift schon nach ihrer zweiten Flasche.
Aphrodite: „Ihr habt ja die komplette Flasche gegessen?“
„Ja, wieso denn nicht? Das ist doch nur Zucker!“, sagt die Gouvernante und köpft jetzt die zweite kleine Flasche vor ihren Augen.
„Zucker?“, fragt Aphrodite ungläubig und leckt vorsichtig an der Flasche.
Unsicher beißt auch sie den Flaschenhals ab und schluckt ihn vorsichtig herunter. Tatsächlich schmilzt er in ihren Mund wie Butter. Der Inhalt ist schnell heruntergekippt. Auch den Rest der Flasche hat sie locker verschluckt. Die zweite Flasche lässt sie aber stehen, denn der Alkohol zeigt bei ihr schon seine Wirkung. Sie hat keine Lust, angetrunken durch Palermo zu laufen.
Von hinten kommt eine der Frauen auf sie zu, bleibt vor Aphrodite stehen, verbeugt sich leicht und sagt: „Kommen Sie bitte mit. Sie sind doch die bewusste Aphrodite?“
Aphrodite nickt. „Die Männer warten bereits unten auf sie!“
„Die Männer? Welche Männer denn? Ich habe nach keinen Männern verlangt“, fragt Aphrodite überrascht und verwirrt.
Die Frau lächelt und erklärt: „Die Männer sind Vertraute des Doktor Grandini. Wir bitten Sie darum, diese Männer nicht als potenzielle Freier zu betrachten. Der Doktor würde sicher auch etwas dagegen haben, wenn Sie sich mit den Männern einließen. Darum hält der Doktor es für angebracht, dass mindestens zwei Männer Sie begleiten und auf Sie aufpassen. In Ihrem Zimmer liegt noch passende Kleidung für Sie bereit. So halb nackt, wie Sie jetzt herumlaufen, können Sie sich in unserem schönen Palermo auf keinen Fall sehen lassen. Wir sind alles aufrichtige und ehrliche Katholiken. Huren sind in unserer Stadt weder gern gesehen noch erwünscht. Bitte halten Sie sich also mit Werbungen für Ihr Gewerbe in Palermo zurück!“
Aphrodite ist zwar sauer, dass sie wieder nur als Hure gesehen wird, erwidert aber trotzdem freundlich: „Danke für die Sachen und danke für Ihren sicher gut gemeinten Rat. Keine Sorge, ich werde eure Männer nicht verführen. Dass ich für bestimmte Männer Hurendienste leisten muss, ist schon schlimm genug.“
Die Frau reagiert erstaunt und meint zweifelnd: „Ach wirklich? Wir alle wollen das Beste für euch hoffen!“
„Ich geh dann schon mal!“, meint Aphrodite zur Gouvernante und steht auf.
Die Gouvernante ruft ihr noch zu: „Mach bloß keine Dummheiten! Trotzdem wünsche ich dir viel Spaß!“
Heute wird nichts passieren, beschließt Aphrodite und hat jetzt ihr Zimmer erreicht.
Inhaltsverzeichnis
Mai 3871, Brasilien, Antigo, Stadt südlich von Rio de Janeiro
Ich, Aphrodite Dolores Montes, komme
Auf Jobsuche
Ein Mann der anderen Art
Mein Beschützer
Die letzten Stunden eines Mannes
Verkauft
Die Gouvernante
Der Maharadscha
Auf dem Prüfstand
Aus- und Einblicke
Der große Empfang
Der tamilische Tiger
Entführt
Syrakus im Jahr 3871
Der Tod kommt in der Nacht
Auf nach Palermo
Doktor Grandini und ihr erstes „No“
Doktor- und Wasserspiele
Königliche Hoheit und der Ehemuffel
Das Weichei
Sieben Tage, sieben Nächte sind nun vorbei
Eine schnelle Entscheidung und ihre katastrophalen Folgen
Das Urteil und die Vollstreckung
Warum musste ich leiden?
Trauminsel, Traumstrände, Traummänner
Ohne Abschied gehen?
Noch einmal Antigo, südlich von Rio de Janeiro
Hardy Manthey
Weitere Bücher von Hardy Manthey
Die Zeitreisende, Gesamtausgabe. Ein Leben zwischen Tod und Unsterblichkeit
Die Zeitreisende, 9. Teil. Zurück in die antike Welt
Die Zeitreisende, 8. Teil. Rückkehr in das 23. Jahrhundert
Die Zeitreisende, 1. Teil. Vom 22. Jahrhundert zurück in das antike Karthago
Die Zeitreisende, 6. Teil. Der Planet der Frauen
Die Zeitreisende, 5. Teil. Der SklavenaufstandÄhnliche Bücher
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The Time Traveler, Part 1. From the 22nd century back to ancient Carthage
Die Zeitreisende, 11. Teil. Zum Ursprung – 15 000 Jahre zurück
Die Zeitreisende, 2. Teil. Von der Hure Roms zur mächtigen Priesterin