
Als Tim an diesem Vormittag allein in der großen Bauernstube saß, seine Briefmarken abweichte, sorgsam glättete und mit der Pinzette hinter die feinen Folien schob, setzte sich Friedrich zu ihm. Er ließ sich alles genau erklären und lächelte seltsam dabei.
Tim war stolz auf sein dickes Album. Er wusste, welche Marken wertvoll und welche bloß schön waren. Aber er liebte sie alle. Irgendwann sagte Friedrich: „Jetzt muss ich aber nach den Rindviechern gucken.“ Er stakste zur Tür, drehte sich noch einmal um und sagte: „Dein Album ist ein richtiger Schatz, Tim. Mindestens fünfhundert Euro wert! Ohohoho!“ Dann lächelte er wieder komisch und ging.
An diesem Abend aßen sie zu dritt in der Bauernstube und spielten noch ein paar Runden Rommé. „Friedrich hat meine Sammlung gelobt“, erzählte Tim und zeigte den Eltern, welche Marken er neu eingesteckt hatte. Dann kletterten alle die schmale Stiege hinauf und gingen schlafen.
Am nächsten Morgen wurden sie durch einen Riesenkrach geweckt. Unten schimpfte der alte Bauer lauthals mit dem jungen Mann. Tim und seine Eltern stürzten die Treppe hinunter.
Was sie dort erblickten, verschlug ihnen die Sprache. Die Stube sah total verwüstet aus. Sofakissen lagen herum. Schubladen waren aufgezogen. Der Gummibaum lag umgestürzt am Boden. Sogar eine Fensterscheibe war zerbrochen. Kalte Luft zog vom Hof her herein.
Tims Blick fiel sofort auf den Tisch. Das Briefmarkenalbum war verschwunden!
„Er behauptet, ’s ist ein Einbrecher da gewesen heute Nacht!“, brüllte der Bauer und zeigte auf Friedrich. „Aber warum hat dann der Hofhund nicht gebellt, hä?“
„Ja“, hauchte Tim kreidebleich. „Mein Album ist weg.“ Auf einmal jedoch kehrte Farbe in sein Gesicht zurück. Plötzlich rannte er los, auf den Hof hinaus, mitten in den Regen.
„Wo willst du hin, Tim?“, rief seine Mutter besorgt hinter ihm her.
Doch schon kam Tim zurück. „Im Hof liegen die Scherben des zerbrochenen Fensters“, keuchte er. „Und das ist eindeutig der Beweis dafür, dass ..."
Was beweisen die Scherben im Hof?
Rätselkrimis für Kinder
Nina kann es nicht glauben: Ihr Kater Beppo ist spurlos verschwunden. Ob es ihr und Meisterdetektiv Toni gelingt, den Katzendieb zu überführen? Auch Tim muss einen rätselhaften Fall aufklären. Jemand hat sein Briefmarkenalbum gestohlen. Weißt du, wer der Täter ist? Für Kinder ab acht Jahre, spannend, geheimnisvoll, zum Mitdenken.
Beschreibung
Nina kann es nicht glauben: Ihr Kater Beppo ist spurlos verschwunden. Ob es ihr und Meisterdetektiv Toni gelingt, den Katzendieb zu überführen? Auch Tim muss einen rätselhaften Fall aufklären. Jemand hat sein Briefmarkenalbum gestohlen. Weißt du, wer der Täter ist? Für Kinder ab acht Jahre, spannend, geheimnisvoll, zum Mitdenken.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 01.01.2002 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 03.06.2015 |
| Seiten | 36 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-95655-408-7 |
| ISBN (PDF) | 978-3-95655-409-4 |
| ASIN (Kindle) | B00YSVPY7Q |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
RätselkrimiDetektiveDiebstahlLügeKinderFreundschaftGeschwisterKatzeGiraffePapageiKurzgeschichtenRätselkrimisKrimiRätselDetektivKatzenBriefmarkenBauernhofMitdenkenSpannungGeheimnisLeseprobe
Als Tim an diesem Vormittag allein in der großen Bauernstube saß, seine Briefmarken abweichte, sorgsam glättete und mit der Pinzette hinter die feinen Folien schob, setzte sich Friedrich zu ihm. Er ließ sich alles genau erklären und lächelte seltsam dabei.
Tim war stolz auf sein dickes Album. Er wusste, welche Marken wertvoll und welche bloß schön waren. Aber er liebte sie alle. Irgendwann sagte Friedrich: „Jetzt muss ich aber nach den Rindviechern gucken.“ Er stakste zur Tür, drehte sich noch einmal um und sagte: „Dein Album ist ein richtiger Schatz, Tim. Mindestens fünfhundert Euro wert! Ohohoho!“ Dann lächelte er wieder komisch und ging.
An diesem Abend aßen sie zu dritt in der Bauernstube und spielten noch ein paar Runden Rommé. „Friedrich hat meine Sammlung gelobt“, erzählte Tim und zeigte den Eltern, welche Marken er neu eingesteckt hatte. Dann kletterten alle die schmale Stiege hinauf und gingen schlafen.
Am nächsten Morgen wurden sie durch einen Riesenkrach geweckt. Unten schimpfte der alte Bauer lauthals mit dem jungen Mann. Tim und seine Eltern stürzten die Treppe hinunter.
Was sie dort erblickten, verschlug ihnen die Sprache. Die Stube sah total verwüstet aus. Sofakissen lagen herum. Schubladen waren aufgezogen. Der Gummibaum lag umgestürzt am Boden. Sogar eine Fensterscheibe war zerbrochen. Kalte Luft zog vom Hof her herein.
Tims Blick fiel sofort auf den Tisch. Das Briefmarkenalbum war verschwunden!
„Er behauptet, ’s ist ein Einbrecher da gewesen heute Nacht!“, brüllte der Bauer und zeigte auf Friedrich. „Aber warum hat dann der Hofhund nicht gebellt, hä?“
„Ja“, hauchte Tim kreidebleich. „Mein Album ist weg.“ Auf einmal jedoch kehrte Farbe in sein Gesicht zurück. Plötzlich rannte er los, auf den Hof hinaus, mitten in den Regen.
„Wo willst du hin, Tim?“, rief seine Mutter besorgt hinter ihm her.
Doch schon kam Tim zurück. „Im Hof liegen die Scherben des zerbrochenen Fensters“, keuchte er. „Und das ist eindeutig der Beweis dafür, dass ..."
Was beweisen die Scherben im Hof?
Steffen Mohr
Weitere Bücher von Steffen Mohr
Ich und die Frauen. Vom prickelnden Liebesglück und der empfindlichen Bestrafung eines sächsischen Casanova
Mo(h)ritaten. Lieder eines Galgenvogels und andere schwarze Gesänge
Andi, gib den Ton uns an!
Ein Tag voll Musik. Beschäftigungsbuch für kleine Kinder
Die Leiche im Affenbrotbaum. Kriminalroman
Ich morde heute zehn nach zwölf. KriminalerzählungÄhnliche Bücher
In des Teufels Küche und andere Erzählungen
Gelegenheiten, Verwirrung zu stiften. Klaus Möckel und seine Bücher
Ein Gewehr und fünfzig Schuss und Wie aus dem Großvater wieder Budjonny wurde.
Der Hund mit dem Zeugnis und andere Trompeterbücher.
Der vertauschte Mittelstürmer - Elf Kicker im Fußballfieber
Die Hexe mit der Mundharmonika