
DER GROSSE SCHRITT
Plötzlich steigt Tina die schmale Leiter hoch bis auf die Plattform des hölzernen Turmes. Sie balanciert weiter, hat nur noch das schwankende Brett unter den Füßen und weit unter sich den See - mehr als drei Meter tief.
Noch nie ist Tina von hier oben gesprungen. Nur jetzt nicht hinuntersehen! Doch das Wasser lockt mit tausend Lichtfünkchen, die tanzen und ihr zuzwinkern: Komm nur! Spring doch! Spring!
Die Bäume am Ufer sehen von hier aus kleiner aus und sind staubbedeckt vom Lauf des Sommers. Tief unter Tina spielen und toben die Freunde. Sehen sie nicht hoch zu ihr?
Tina reckt die Nase.
Da fassen sich See und Himmel an die Hand und vollführen einen Wirbeltanz, dass Tina nur noch eins kann: springen!
Wie ein Blitz saust sie vom Turm, taucht ins Wasser. Es schlägt über ihr zusammen. Tina taucht prustend wieder auf.
Sie klettert die kleine Leiter auf den Steg, tropfnass und schluckend und leuchtend vor Glück.
Wir haben während der ganzen Zeit bäuchlings in der Sonne gelegen und ihr zugesehen.
„Hattest du nicht doch ein wenig Angst?", fragen wir sie.
„Ich habe rübergeguckt auf den Zeltplatz und mir fröhliche Gedanken gemacht - und: Es war doch bloß ein großer Schritt!"
Tina entdeckt das Meer - Hexen gibt es nicht.
Bäume fliegen vorbei, Wiesen und Felder — der Himmel wird immer höher, und endlich sieht Tina das Meer! Was gibt es nicht alles am Strand zu entdecken! Am schönsten sind für Tina die vielen, vielen Steine, die großen und kleinen, die blankgeschliffenen und die mit dem kleinen Loch, die Hühnergötter.Und als sie eines Tages vom Vater hört, dass in einem fernen Ort mit dem schwer auszusprechenden Namen Reykjavik zwei Ringer um die Meisterschaft kämpfen, kommt Tina auf die Idee, dem einen - der wahrscheinlich wenig Chancen hat - einen Stein zu schicken, der ihm Glück bringen soll... ...Die Apfelbäume blühen schon, als nachts der Frost wiederkehrt. Um die Blüten zu schützen, besprühen wir sie mit Wasser. Tina sieht zu. Die fliegenden Tropfen erstarren, sobald sie sich auf die Blüten setzen, und werden eine hauchfeine Hülle aus Eis - wie ein gläserner Mantel...Wenn du erfahren willst, was …
Beschreibung
Bäume fliegen vorbei, Wiesen und Felder — der Himmel wird immer höher, und endlich sieht Tina das Meer! Was gibt es nicht alles am Strand zu entdecken! Am schönsten sind für Tina die vielen, vielen Steine, die großen und kleinen, die blankgeschliffenen und die mit dem kleinen Loch, die Hühnergötter.
Und als sie eines Tages vom Vater hört, dass in einem fernen Ort mit dem schwer auszusprechenden Namen Reykjavik zwei Ringer um die Meisterschaft kämpfen, kommt Tina auf die Idee, dem einen - der wahrscheinlich wenig Chancen hat - einen Stein zu schicken, der ihm Glück bringen soll...
...Die Apfelbäume blühen schon, als nachts der Frost wiederkehrt. Um die Blüten zu schützen, besprühen wir sie mit Wasser. Tina sieht zu. Die fliegenden Tropfen erstarren, sobald sie sich auf die Blüten setzen, und werden eine hauchfeine Hülle aus Eis - wie ein gläserner Mantel...
Wenn du erfahren willst, was Tina im Laufe eines Jahres erlebt, so lies die vielen kleinen Geschichten, die ganz besonders für Leseanfänger geeignet sind. Und nicht nur, wenn du ein Naturfreund bist, wirst du Spaß daran haben und manches erfahren, was dir bisher unbekannt war.
"Tina entdeckt das Meer" erschien erstmals 1980 als Band 143 und "Hexen gibt es nicht" 1984 als Band 169 der Reihe "Kleine Trompeterbücher" beim Kinderbuchverlag Berlin. Die Reihe wurde für Kinder von sechs bis neun Jahren herausgegeben.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 01.01.1980 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 18.06.2012 |
| Seiten | 80 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-86394-546-6 |
| ISBN (PDF) | 978-3-86394-550-3 |
| ASIN (Kindle) | B00WYDOUT8 |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
OstseeHühnergottFreundschaftTiereBäumeGroßelternKindergeburtstagTinaMeerStrandSteineHühnergötterReykjavikRingerNaturJahreszeitenLeseanfängerKurzgeschichtenKinderbuchSeeWaldFamilieLeseprobe
DER GROSSE SCHRITT
Plötzlich steigt Tina die schmale Leiter hoch bis auf die Plattform des hölzernen Turmes. Sie balanciert weiter, hat nur noch das schwankende Brett unter den Füßen und weit unter sich den See - mehr als drei Meter tief.
Noch nie ist Tina von hier oben gesprungen. Nur jetzt nicht hinuntersehen! Doch das Wasser lockt mit tausend Lichtfünkchen, die tanzen und ihr zuzwinkern: Komm nur! Spring doch! Spring!
Die Bäume am Ufer sehen von hier aus kleiner aus und sind staubbedeckt vom Lauf des Sommers. Tief unter Tina spielen und toben die Freunde. Sehen sie nicht hoch zu ihr?
Tina reckt die Nase.
Da fassen sich See und Himmel an die Hand und vollführen einen Wirbeltanz, dass Tina nur noch eins kann: springen!
Wie ein Blitz saust sie vom Turm, taucht ins Wasser. Es schlägt über ihr zusammen. Tina taucht prustend wieder auf.
Sie klettert die kleine Leiter auf den Steg, tropfnass und schluckend und leuchtend vor Glück.
Wir haben während der ganzen Zeit bäuchlings in der Sonne gelegen und ihr zugesehen.
„Hattest du nicht doch ein wenig Angst?", fragen wir sie.
„Ich habe rübergeguckt auf den Zeltplatz und mir fröhliche Gedanken gemacht - und: Es war doch bloß ein großer Schritt!"
Inhaltsverzeichnis
TINA ENTDECKT DAS MEER
WIE JANA GEBURTSTAG FEIERN WOLLTE
EIN REH AUF DEM EIS
EINGESCHNEIT
ZITRONENFALTER IM FEBRUAR
VOM KIRSCHBÄUMCHEN
WIE EIN GLÄSERNER MANTEL
TRAPPEN
MONDFINSTERNIS
WENN ICH GROSSMUTTER BIN...
HEXEN GIBT ES NICHT
DER STOTTERNDE KUCKUCK
DIE WEIDE VORM FENSTER
EISVOGEL
DER ALTE APFELBAUM
SCHIRMPILZE
AUF DER JUNIWIESE
DIESE EINE ULME!
SONNENAUFGANG
HIMMELSSCHWIMMEN
DER GROSSE SCHRITT
DAS QUIEMCHEN
PILZBLICK
DIE BLAUE KOMBINE
EBERESCHEN
EIN WEISSER SPATZ
DIE BIRKE AUF DEM DACH
HINTER DER HÖLZERNEN BRÜCKE
SEPTEMBERTAG
SPÄTER NOVEMBERNACHMITTAG
KIEFERN, DIE BERGAN DAS HOHE UFER TRUG
GRÜNLINGE
GROSSMUTTERS ZIEGE
DE ZEPPELIN KÜMMT!
GROSSVATERS UHR
WEIHNACHTSABEND IM WALD
LICHTER
VOM WACHSEN
BESUCH
DER ALTE FUCHS
HASENBROT








