
1946 war nun unser Mann, der seinen Kopf so gerettet hatte, wieder in Düsseldorf. Die Neugier trieb ihn, seinen Gestapotransporter, Herrn T., zu suchen. Tatsächlich, Herr T. befand sich in Düsseldorf. Mehr noch: Er war zum Inspektor, zwar nicht mehr bei der Gestapo, aber bei der Kriminalpolizei avanciert. Es kam zu einem erstaunlichen und erstaunten Wiedersehen. Bevor nun unser Mann – der seinen Kopf auf so originelle Weise gerettet hatte – den Herrn Kriminalinspektor begrüßen konnte, hatte auch dieser ihn erkannt. „Mensch, sind Sie wahnsinnig? Sie leben noch? Sie sind doch der S.!? Wissen Sie, dass Sie mich damals durch Ihre Unüberlegtheit in tolle Ungelegenheiten gebracht haben? Sechs Monate Gefängnis hat man mir wegen Ihnen aufgebrummt! Sechs Monate Gefängnis einem Kriminalbeamten.“
Das heulende Hühnerauge oder schwarz auf weiß
In einer Welt, die sich von den Schrecken des Krieges erholt, erzählt Wolf die unglaubliche Geschichte eines Antifaschisten, der durch eine waghalsige Flucht seinem sicheren Tod entkommt. Doch die Nachkriegsrealität bringt ihn zurück in die Fänge seines ehemaligen Gestapo-Begleiters – nun ein Kriminalinspektor, der alles daran setzt, sein eigenes dunkles Geheimnis zu bewahren. Ein Werk voller Spannung, Ironie und menschlicher Abgründe, das auch heute noch durch seine Aktualität besticht.
Beschreibung
In einer Welt, die sich von den Schrecken des Krieges erholt, erzählt Wolf die unglaubliche Geschichte eines Antifaschisten, der durch eine waghalsige Flucht seinem sicheren Tod entkommt. Doch die Nachkriegsrealität bringt ihn zurück in die Fänge seines ehemaligen Gestapo-Begleiters – nun ein Kriminalinspektor, der alles daran setzt, sein eigenes dunkles Geheimnis zu bewahren. Ein Werk voller Spannung, Ironie und menschlicher Abgründe, das auch heute noch durch seine Aktualität besticht.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 17168 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 01.08.2024 |
| Seiten | 8 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-68912-168-6 |
| ISBN (PDF) | 978-3-68912-169-3 |
| ASIN (Kindle) | B0DBQXMVXR |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
1940er JahreAntifaschismusBerlinDeutsche GeschichteDüsseldorfErzählkunstFaschismusFluchtFriedrich WolfGerechtigkeitGestapoIronieKriminalpolizeiMenschliche AbgründeNachkriegszeitNationalsozialismusSchwarzer HumorTodesstrafeTragikomödieÜberlebenswilleVerfolgungVergebungWiedersehenAntifaschistLeseprobe
1946 war nun unser Mann, der seinen Kopf so gerettet hatte, wieder in Düsseldorf. Die Neugier trieb ihn, seinen Gestapotransporter, Herrn T., zu suchen. Tatsächlich, Herr T. befand sich in Düsseldorf. Mehr noch: Er war zum Inspektor, zwar nicht mehr bei der Gestapo, aber bei der Kriminalpolizei avanciert. Es kam zu einem erstaunlichen und erstaunten Wiedersehen. Bevor nun unser Mann – der seinen Kopf auf so originelle Weise gerettet hatte – den Herrn Kriminalinspektor begrüßen konnte, hatte auch dieser ihn erkannt. „Mensch, sind Sie wahnsinnig? Sie leben noch? Sie sind doch der S.!? Wissen Sie, dass Sie mich damals durch Ihre Unüberlegtheit in tolle Ungelegenheiten gebracht haben? Sechs Monate Gefängnis hat man mir wegen Ihnen aufgebrummt! Sechs Monate Gefängnis einem Kriminalbeamten.“
Friedrich Wolf
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