
Unsere Gruppe im Unterstand beriet die ganze Nacht. So einfach war die Sache nun nicht. In zwei Tagen zur Weihnacht wurden wir abgelöst. Zum Glück stellte unsere Gruppe den Postholer der Kompanie. Dieser musste also Germaine abends in der Dunkelheit heranbringen. Die rechte Anschlussgruppe im Graben musste verständigt werden, das heißt, sie musste an dem Austauschpreis beteiligt werden, das heißt, wir mussten die von Pierre zu liefernde Tabakration auf sechzehn Mann aufteilen, schon damit alle dichthielten. Auf dieser Basis verhandelten wir die kommende Nacht mit Pierre, der ebenfalls einen Kameraden als Zeugen mitgebracht hatte.
Am nächsten Abend kam mit unserem Postholer ein anderer Soldat im Landsermantel und mit Schneehaube überm Kopf. Es war Germaine. Sie wurde in unserm Unterstand in einer Ecke unter Decken verstaut. Schorsch saß im Stroh und spielte leise: „Bin von den Bergen gestiegen.“ Er verlor ja eine Braut – eine Seelenbraut.
Lichter überm Graben
Im Winter 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, erleben deutsche Soldaten in den Schützengräben bei Douai einen ungewöhnlichen Winter. Fernab von Zuhause, umgeben von Schnee und Kohlenhalden, begegnen sie Germaine, einer mutigen jungen Frau, die ihnen nicht nur durch ihren Charme, sondern auch durch ihre unerschütterliche Stärke den Alltag erträglicher macht. Als ein französischer Soldat auftaucht und um die Rückkehr seiner Verlobten Germaine bittet, entsteht ein unerwartetes Bündnis. Dieses Buch erzählt die bewegende Geschichte von Hoffnung, Menschlichkeit und unerwarteten Freundschaften im Angesicht des Krieges. „Lichter überm Graben“ ist eine Erzählung über die kleinen Momente des Friedens und der Menschlichkeit inmitten des Schreckens.
Beschreibung
Im Winter 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, erleben deutsche Soldaten in den Schützengräben bei Douai einen ungewöhnlichen Winter. Fernab von Zuhause, umgeben von Schnee und Kohlenhalden, begegnen sie Germaine, einer mutigen jungen Frau, die ihnen nicht nur durch ihren Charme, sondern auch durch ihre unerschütterliche Stärke den Alltag erträglicher macht. Als ein französischer Soldat auftaucht und um die Rückkehr seiner Verlobten Germaine bittet, entsteht ein unerwartetes Bündnis. Dieses Buch erzählt die bewegende Geschichte von Hoffnung, Menschlichkeit und unerwarteten Freundschaften im Angesicht des Krieges. „Lichter überm Graben“ ist eine Erzählung über die kleinen Momente des Friedens und der Menschlichkeit inmitten des Schreckens.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 17533 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 01.08.2024 |
| Seiten | 12 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-68912-140-2 |
| ISBN (PDF) | 978-3-68912-141-9 |
| ASIN (Kindle) | B0DBG2GWZ6 |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
DouaiErster WeltkriegFreundschaftFrontabschnittFranzösinHoffnungKameradschaftKriegsalltagKriegsfrontKriegsromanzeKriegswinterLandsergruppeMenschlichkeitNiemandslandSchützengräbenSoldatenÜberlebenUnerwartete BündnisseVerbotene LiebeVerbrüderungWeihnachtstraditionSchützengrabenGermaineWeihnachtenLeseprobe
Unsere Gruppe im Unterstand beriet die ganze Nacht. So einfach war die Sache nun nicht. In zwei Tagen zur Weihnacht wurden wir abgelöst. Zum Glück stellte unsere Gruppe den Postholer der Kompanie. Dieser musste also Germaine abends in der Dunkelheit heranbringen. Die rechte Anschlussgruppe im Graben musste verständigt werden, das heißt, sie musste an dem Austauschpreis beteiligt werden, das heißt, wir mussten die von Pierre zu liefernde Tabakration auf sechzehn Mann aufteilen, schon damit alle dichthielten. Auf dieser Basis verhandelten wir die kommende Nacht mit Pierre, der ebenfalls einen Kameraden als Zeugen mitgebracht hatte.
Am nächsten Abend kam mit unserem Postholer ein anderer Soldat im Landsermantel und mit Schneehaube überm Kopf. Es war Germaine. Sie wurde in unserm Unterstand in einer Ecke unter Decken verstaut. Schorsch saß im Stroh und spielte leise: „Bin von den Bergen gestiegen.“ Er verlor ja eine Braut – eine Seelenbraut.
Friedrich Wolf
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