
Das Ei des Kolumbus in der Heilkunde
Das Einfache ist das Merkmal der Wahrheit.
Einer der größten Ärzte und Naturforscher des 17. Jahrhunderts, der Leidener Kliniker Boerhaave, hatte zum Wahlspruch den Satz: „Simplex sigillum veri!“, das Einfache ist das Merkmal der Wahrheit! Unter seinem Nachlass stieß man auf ein großes versiegeltes Buch in Folio, mit der Aufschrift, dass es alle Geheimnisse der Arzneikunst enthalte. Ein Engländer steigerte dieses Buch um eine große Summe. Als er es öffnete, fand sich nur ein einziges beschriebenes Blatt darin, mit den Worten:
„Den Kopf halt kalt, die Füße warm,
Und pfropf dir nicht so voll den Darm!“
Zwei Beispiele für die Heilkunst.
Dieser Satz klingt für den Menschen unserer Tage, der gewohnt ist, sich von Röntgenapparaten, Diathermie und künstlicher Höhensonne imponieren zu lasten, vielleicht zu einfach. Und doch bot die jüngste Zeit uns neuen Beweis, dass das Einfache „das Merkmal der Wahrheit“ ist. Seit etwa drei Jahrzehnten beobachtet die Wissenschaft, wie der Krebs, „der große Würger“ der zivilisierten Menschheit, in erschreckendem Maß sich ausbreitet. In Amerika hat, wie das U.S. Public Health Department 1926 feststellt, die Zahl der Todesfälle durch bösartige Geschwülste von 3,6 % der Gesamtsterblichkeit im Jahre 1900 auf 7,75% im Jahre 1924 zugenommen. Der Bericht nimmt an, dass die wirkliche Zunahme etwa 70% beträgt, während 30% auf verbesserte Diagnose und genaue Registrierung kommen. Ich denke auch diese 70% Krebszunahme in 24 Jahren sind eine furchtbare Zahl! (Deutsche Medizinische Wochenschrift vom 4. Februar 1927.)
Man hat nun zahlreiche Institute für Krebsforschung – zumal in England und Amerika – errichtet, die wissenschaftlichen Arbeiten über die Bekämpfung des „großen Würgers“ füllen ganze Bibliotheken, man hat die sinnvollsten Operationen erdacht, das krebsbefallene Stück aus dem Körper herauszuschneiden, dennoch hat sich die Krebstodesrate in den letzten dreißig Jahren zumal in England nachweislich verdoppelt. Man ging zur Röntgenbestrahlung über, legte Radium ein; man musste gestehen, dass auch diese Behandlung den großen Würger nicht erledigte, sondern vielfach sogar „provozierte“, aufstachelte. Da erschien im Februar 1924 das Buch von Ellis Barker: Der Krebs, seine Ursachen und sichere Verhütung. Zu dieser Arbeit eines Laien über ein hochwissenschaftliches Thema hat der erste Chirurg Londons, der Leiter von Guys Hospital, Sir Arbuthnot Lane ein begeistertes Vorwort geschrieben, hat Generalarzt Dr. Buttersack, Göttingen, das Geleitwort verfasst. In diesem Buch ist mit einer ganz ungewöhnlichen Sachkenntnis der ganze wissenschaftliche Ballast der bisherigen Krebsforschung noch einmal aufgetürmt, um ihn dann … über Bord zu werfen.
Denn Barker weist zwingend nach, dass der Krebs kein lokales Leiden ist, kein Geschwür, das man herausschneiden oder wegbestrahlen kann, er zeigt vielmehr, dass der Krebs in einer Allgemeinstörung, in einer Blutentmischung des ganzen Körpers beruhe, in der Überfütterung mit Fleisch, mit Konserven, mit ausgekochten Speisen, mit ausgemahlenem Mehl. In dieser unserer überfeinerten, falschen Ernährungsweise, in der mangelnden Zuführung an Grünkost, in dem Mangel an ungekochter, vitaminhaltiger Nahrung, an „Schutznahrung“, an Vollkornbrot liege die erste Ursache. Die erste Folge sei eine heute schon epidemische Darmträgheit und Stuhlverstopfung, eine Stauung und ein Zerfall der Darmgifte, eine langsame, aber dauernd fortschreitende Selbstvergiftung durch den Darm. Der Krebs … eine Stoffwechselkrankheit!
An erdrückendem Material erweist Barker, dass der Krebs bei den wilden Völkern nicht vorkommt, dass er eine Folge der sogenannten zivilisierten, naturwidrigen Lebensweise ist, eine rasend zunehmende Kulturseuche, ja eine „Wohlstandskrankheit“!
Im Jahre 1922 starben nach dem Regierungsbericht in England 486 780 Menschen. Fast der zehnte Teil von diesen, nämlich 46 903, starben in einem einzigen Jahr an Krebs. Man könne also sagen, dass beinahe 1/10 der jetzt lebenden englischen Bevölkerung, also 5 Millionen Männer und Frauen, zum Tode durch den Krebs verurteilt seien. Während die Tuberkulosetodesrate langsam im Abnehmen begriffen ist, nimmt die des Krebses im gleichen Verhältnis zu. Dr. F. L. Hoffmann, der bekannte amerikanische Krebsstatistiker, stellt folgende vergleichende Sterblichkeit auf 1 Million Lebender fest:
Krebs Tuberkulose
1891: 692 Krebs-Tote, 1659 Tuberkulose-Tote
1921: 1215 Krebs-Tote, 854 Tuberkulose-Tote
Er kommt zu dem Ergebnis: „Die Krebszunahme in den zivilisierten Ländern ist ein Weltphänomen!“
Das Buch des Laien Ellis Barker über dieses wissenschaftliche Thema hat in England in sechs Monaten vier Großauflagen erlebt. Die englische und amerikanische Regierung hat seine Leitsätze verbreiten lassen. Die angelsächsische Ärzteschaft bis ins Lager der Chirurgen hat diesem Buch von genialer Einsicht und Einfachheit vielfach begeistert zugestimmt. Dr. A. v. Borosini hat im E. Pahl-Verlag, Dresden, die deutsche Ausgabe besorgt.
Und seine Vorbeugung und Heilung im Anfangsstadium? Man könnte kurzerhand als Antwort den alten Spruch hier hinsetzen:
„Die besten Ärzte in der Welt,
Trotz aller Neider, aller Hasser,
Das sind im Bunde treu gesellt:
Diät, Bewegung, Luft und Wasser.“
So ruft Barker auf zum Kampf gegen die heutige „Nahrungspest“, gegen die Verfälschung unserer Nahrungsmittel, und fordert eine Ernährung mit viel Rohkost, Obst, Vollkornbrot, Gemüse, Butter, Milch; so fordert er für die sitzende und fahrende Menschheit jeden Morgen eine Stunde kräftigen Frühmarsches; er fordert für den heute „menschentötenden Dickdarm“ einen leichten Stuhlgang, er fordert bei Darmverstimmung ein ein- bis zweitägiges Fasten; er fordert für die abgetötete Haut, unser wichtiges Atmungs- und Ausscheidungsorgan, morgens ein kurzes kaltes Bad mit durchgreifender Massage. Nichts weiter im Kampf gegen die große geheimnisvolle neue Pest, gegen den „großen Würger“ Krebs? Nichts weiter!
Das Ei des Kolumbus!
Der Londoner Chirurg W. Roger William schreibt hierüber: „Lange fortgesetzte Beobachtungen an Krebspatienten im Frühstadium in der Krankheit haben mich davon überzeugt, dass die Mehrzahl der Patienten stattliche, gutgenährte Menschen waren. Die kleinen, blassen, überarbeiteten Frauen von Lancashire und anderen Industriezentren werden selten von Krebs ergriffen.“ Dies bestätigt die vorige Anmerkung, dass Krebs und Tuberkulose zwei verschiedene sich fast ausschließende Krankheitsanlagen sind; Krebs mehr die des Wohlstands, Tuberkulose mehr die der Armut.
Wem diese Behandlung gar zu einfältig, zu fantastisch einfach erscheint, für den sei das klassische Beispiel der Beriberikrankheit und ihrer erfolgreichen Bekämpfung erzählt. Beriberi ist ein Tropenleiden, eine Nervenentartung mit schwersten Lähmungen. Sie wurde bis vor wenigen Jahren, da immer eine große Zahl Menschen am gleichen Ort zugleich an ihr erkrankten, für eine Infektionskrankheit angesehen. Die Wissenschaftler der verschiedensten Länder hatten über zehn verschiedene Bazillen und Kokken als Erreger gefunden und sogar gezüchtet, darunter den „Mikrococcus beribericus“! Da beobachtete eines Tages der holländische Gefängnisarzt Eijkman auf Java, dass ein Teil der Hühner des Gefängniswärters ebenfalls an Beriberi erkrankte, ein anderer nicht; die erkrankten Hühner aber erhielten „polierten“, d. h. geschälten Reis, die gesundgebliebenen groben Vollreis. Der sofort angestellte Versuch an Beriberimenschen mit Vollreisernährung ergab Heilung in kurzer Zeit, während all die Einspritzungen der spezifischen Sera versagt hatten. Auch hier: das Ei des Kolumbus! Auch hier der Beleg dafür, dass gerade in der missachteten Schale des Reiskorns – so wie beim Roggen, Weizen und der Kartoffel - die lebenswichtigen Ergänzungsstoffe, die Vitamine, liegen! Ähnlich verhält es sich mit dem Skorbut, einer gefährlichen, schmerzhaften Bluterkrankung, die auf Schiffen durch reine Fleisch- und Konservenkost entsteht; Obst und Frischgemüse beheben das Leiden in Kürze.
Wissenswust und schlichte Anschauung.
Die äußerst einfache Behandlung dieser beiden schweren Krankheiten steht in vollem Einklang mit Ellis Barkers simplen und doch großartigen Anschauungen und Naturheillehren. Sie sind wie alles Große ewig alt und neu. Sie wurden hundertmal gefunden und hundertmal vergessen. Wir kommen später eingehend auf sie zurück. Hier im Anfang sind sie ein Beispiel, ein Grundton, auf den unser Buch gestimmt ist. Der menschliche Körper ist kein künstliches Mosaik von Organen, an denen man hier und da ungestraft herumschneiden, bestrahlen oder ätzen darf. Der menschliche Körper ist ein unteilbares Ganze wie jedes Gebild in der lebendigen Welt, ähnlich einem Baum. Dieser Baum ist in erster Linie bedingt von dem Boden, in dem er wurzelt, und von der Luft und Sonne, die er aufnimmt: von seiner Ernährung. Wer durch einen dichten Tannenwald geht – dort wo Bäume in Massen auftreten, in Baumgroßstädten –, der kann beobachten, wie die meisten Baumkrüppel und Leichen nicht von äußeren Anlässen, von Blitz, Nonne oder Borkenkäfer zerkränkt sind, sondern von den Ernährungs- und „Wohnungsverhältnissen“, von zu dichtem Bestand. Ein Baum, der nicht genug Luft, Licht, Sonne und Erde hat, verkrüppelt, setzt Moos und Schwamm an und stirbt ab. Die Axt des Waldhegers ins Menschliche übersetzt ist die Wohnungshygiene, die Siedlungsförderung, die rechte Ernährung! Hier sind die Grundlagen der Erhaltung der Gesundheit des einzelnen wie auch des Volkes! Doch auch die Heilung von Krankheiten kann nicht mit spezialistischen Teilhilfen, sondern nur mit Erfassung des ganzen Menschen geschehen!
Professor Bier, Berlin, hat in einer längeren Abhandlung: „Gedanken eines Arztes über die Medizin“ der Wissenschaft ein ernstes und kräftiges Wörtlein zugerufen: „Wir wollen Einkehr halten und uns fragen: Haben wir nicht dieses einfache naive Schauen und Denken, das den Hippokrates und andere hervorragende Ärzte früherer Zeitalter auszeichnete, verloren, und führt dies nicht doch noch in großen Grundfragen, welche Schlichtheit, Sammlung und tiefe philosophische Durcharbeitung verlangen, weiter als noch so fein ausgeklügelte technische Hilfsmittel und die Ansammlung eines ungeheuren, ungeordneten und nicht mehr übersehbaren Wissenswustes?“ (Münchner Medizinische Wochenschrift 1926, Nr. 14.)
Zwei Welten: Für 10 Mark Gesundheit, oder … neue Lebensweise.
Die Kräfte der Natur, die unsere Gesundheit erhalten, sind auch die Kräfte, die unsere Krankheiten heilen!
Unsere Heilkunst steht heute, genau wie alle anderen menschlichen Einrichtungen und Errungenschaften, an einem entscheidenden Wendepunkt. Gehst du durch die Straße einer Großstadt, so findest du neben Warenhäusern und Palästen der Autoindustrie, darin du vom Schraubenschlüssel bis zur Kurbelwelle jedes Teilchen kaufen kannst, auch sogenannte Arzthäuser. Du siehst an einer Fassade vier bis fünf Arzttafeln übereinander, und jeder behandelt ein anderes Organ. Leidest du an Magensäure und Darmbeschwerden, so wohnt im Parterre der zuständige Spezialist, schmerzt dich dagegen dein Herz und hast du Atembeklemmung, so steigst du eine Treppe höher zu dem Facharzt für innere Krankheiten; läuft aber dein Ohr, so musst du noch ein Stockwerk hinauf, drückt deine Blase, so musst du weitersteigen zu dem Spezialisten für Harn- und Blasenleiden. Jeder der Ärzte hat ein mustergültig ausgestattetes Ordinationszimmer mit blinkenden Instrumentenschränken, Röntgenröhren, Diathermieapparaten, Quarzlampen und elektrischen Schalttafeln, wie du es wünschest und erwartest; jeder behandelt dich genau auf das Organ, für das er Facharzt ist, und wegen dessen du ja zu ihm kommst. Sobald das eine Organ, etwa das eiternde Mittelohr, „geheilt“ ist, bist du entlassen und wendest dich sinngemäß eine Treppe weiter wegen Kieferhöhleneiterung an den Zahnarzt oder wegen Furunkulose an den Hautspezialisten. (Oder wie Bier es ausdrückt: „Vor jedem Loche des menschlichen Körpers lauert ein Spezialist, der sich von dem übrigen, dem ganzen Menschen, mehr und mehr entfremdet und schließlich nur noch Techniker, vielleicht sogar ein Meister der Technik, aber kein Arzt mehr ist.“ Münchner Medizinische Wochenschrift 1926, Nr. 33, S. 1362.)
Das ist die eine Methode! Man braucht hier keine Veränderungen in seiner gewohnten Lebensweise. Es wird dir weder das Rauchen, noch das Trinken, noch das Fleisch verboten. Du glaubst, du wirfst den Groschen in den Automaten und erhältst das Gewünschte! Du gehst in das Arzthaus und kaufst dir für 10 Mark Gesundheit!
Du selbst, Kranker, willst es ja so!
Die Natur als Arzt.
Doch es gibt noch eine andere Weise, und diese bricht sich – wie auch das Buch Ellis Barkers zeigt – mit Macht in den Kreisen der natursinnigen Kranken und Ärzte Bahn. Beginnt etwa dein Kopf hinter dem Ohr leicht zu schmerzen, so wartest du, wenn du unser Buch aufmerksam gelesen hast, nicht erst bis Fieber eintritt, bis das Ohr hämmert und eine Mittelohreiterung im schönsten Gange ist, so rennst du nicht erst nach vier Tagen zum Arzt und bist dann fassungslos, wenn man dir sagt, dass Eiter hinter dem Ohr sitze, und dass der Warzenfortsatz deines Schädels aufgemeißelt werden müsse … nein, gleich am ersten Tag legst du einen ableitenden Lehmwickel um den Hals, machst ein kaltes Reibesitzbad, ein Wechselfußbad und sorgst mit Rohkost, Obst und Einläufen für Ableitung durch den Darm. Abends von 5 bis 8, zur Zeit des Fieberanstiegs, wirkt eine zweistündliche Ganzpackung mit Schwitztee-Zitrone und darauffolgender kühler Essigabwaschung oft Wunder. (In den spätere» Kapiteln über Bäder, Güsse, Packungen, Wickel, Lehmbehandlung und „Hyperämie als Selbstheilung“ kommen wir ausführlich hierauf zurück.)
Auf diese Weise habe ich hundertfach Eiterungen im Mittelohr, in der Kieferhöhle, in den Zahnwurzeln und in den Mandeln gleich im Anfangsstadium zu beschleunigtem Ablauf kommen sehen … durch Unterstützung der Selbstabwehr des Körpers, durch unspezifische Behandlung! Denn die Natur ist der eigentliche Arzt, der Arzt selbst kann der Natur nur Beistand leisten!
Der ganze Körper ist's.
Doch auch dieser Beistand ist eine rechte Kunst. Lassen trotz deiner ersten eigenen Hilfen die Beschwerden dennoch nicht nach, so gehst du – vielleicht zuerst aus Furcht vor dem Messer – nicht zu einem Spezialisten, sondern zu einem naturheilkundigen Arzt. Du trittst in sein Sprechzimmer und suchst mit gewohnten
Blicken vergeblich die dicken Röhren, die Quarzlampen und Schaltapparate, alles Dinge, die zugleich Ehrfurcht und Vertrauen erwecken. Statt dessen gewahrst du an den Wänden nur Tafeln mit Pflanzen und Kräutern; in einer Ecke aber steht verheißungsvoll und gemahnend eine lange Wanne handhoch mit Wasser gefüllt, daneben vielleicht eine Kiste Lehm. Anschauungsmaterial.
Du beginnst nun sogleich dem Arzt über deine heftigen Ohrschmerzen zu klagen; doch er fragt dich, wie dein Stuhlgang sei? – Seit drei Tagen Verstopfung und auch sonst sehr träg; „aber jetzt komme ich wegen des Ohrs, es klopft zum Tollwerden darin.“ – Ob du gut oder schlecht schwitzen könnest, ob du leicht Schnupfen und Halsschmerzen habest? fragt dich der merkwürdige Doktor, statt sich sogleich über dein Ohr herzumachen. Ja, er zieht dich aus bis aufs Hemd deiner Vorfahren; dann beginnt er die örtliche Untersuchung. Ob in deinem besonderen Falle ein Durchstich des Trommelfells nötig, wird er jetzt erst entscheiden. – Ich entsinne mich eines Kranken, der 1 ½ Jahre wegen einer Mittelohreiterung in spezialärztlicher Behandlung war. Das Felsenbein war aufgemeißelt und die übliche Fistel hergestellt; doch der Eiter floss nicht recht ab; einmal wurde das Trommelfell durchstochen, das andere Mal von außen die Fistel erweitert; unter steter neuer Eiterung litt der Kranke rasende Schmerzen. Er verlangte auch von mir Morphium, er könne so nicht mehr leben. – Als erstes wurde die „kräftige“ Fleisch-, Wein- und Eikost abgesetzt; dafür morgens und abends ein Reibesitzbad, Lehmwickel um den Hals und eine Apfelsinenkur! Sparsame Darreichung eines homöopathischen Mittels. Schon nach drei Tagen ließen die Schmerzen nach und waren nach 14 Tagen verschwunden; sie kehrten, obschon sich die Fistel schloss, nicht wieder. (Mit Absicht ist gerade dieser, dem Spezialarzt zugehörige Fall hier aufgeführt. Bei allen „inneren“, Stoffwechsel- und Konstitutionskrankheiten, wo das Messer nicht hinkann, versteht sich eine giftlose, naturheilgemäße Behandlung von selbst.)
Einheit des Körpers, Einheit der Behandlung.
In neunzig von hundert solcher Fälle werden reine naturgemäße Hilfsmittel: warme Leinsamen-, Kamillen-, Kümmelüberschläge, Lehmwickel, Ableitung durch Darm und Haut, Heiltee, Schwitzpackungen, Bäder und Güsse zur Selbstheilung des Körpers genügen.
Es ist daher ein völlig irriger Standpunkt, wenn jüngst ein Hochschullehrer erklärte: Die Naturheilmethode habe sich der Schulmedizin als Teilgebiet ebenso einzugliedern wie etwa die Teilgebiete der Chirurgie, der Ohrenheilkunde oder Frauenheilkunde. Auch in der Chirurgie verwende man feuchte Packungen, auch in der Frauenheilkunde warme Sitzbäder, auch in der inneren Medizin Fangoschlamm. Aber was verwendet man daneben und hauptsächlich?
Die Naturheilkunde ist keine Auchmedizin, sie ist kein Teilgebiet, das man nebenbei hinzuzieht, etwa Rohkostverordnung und Arseneinspritzung, Lehmwickel und Salizylpräparate. Die Naturheilkunde kennt den Körper nur als Ganzheit, sie kennt nur eine einheitliche Behandlung. Die Naturheilkunde ist kein „Dogma“, sie ist eine Erfahrungslehre, auf tausendjährige Beobachtung gegründet. Sie unterdrückt nicht das „Heilfieber“ mit Salizylpräparaten, sie treibt es durch Schwitzpackungen heraus; sie schmiert einen Hautausschlag nicht mit Salben zu und „vertreibt“ ihn nach innen, sie bringt ihn durch Blutreinigungstee, Diät-, Herbst- und Frühjahrskuren zu vollem Ausbruch und zur Heilung; sie schneidet die Mandeln – diese wichtigen Wächter am Racheneingang – nicht heraus, sie behandelt vielmehr mit Sonne-, Lichtluft- und Salzbädern ursächlich die ganze geschwächte „lymphatische Konstitution“.
Man sieht, hier sind Welten! Verschiedene Anschauungen vom Wesen der Lebens- und Heilvorgänge! Für den Naturarzt gibt es keine Einzelteile des Körpers, sondern stets nur den ganzen Körper. Er wird nie selbstherrlich an dem Körper herumschneiden oder Reaktionen wie Fieber, Hautausschläge, Drüsenschwellungen, Migräne, Asthma, Hämorrhoiden, Beingeschwüre bloß „vertreiben“ oder gar unterdrücken. Ihm gilt der Leitsatz der großen Ärzte und Naturkenner des Altertums auch heute noch als erstes Gebot:
Natura sanat, medicus curat!
Die Natur heilt, der Arzt leistet Beistand!
Die Natur als Arzt und Helfer. Das naturärztliche Hausbuch
Das umfangreiche Werk von 1932 ist ein einzigartiges naturärztliches Hausbuch, das die Grundlagen der Naturheilkunde mit praktischen Anleitungen zur ganzheitlichen Gesundheit verbindet. In dieser umfassenden Abhandlung führt der Arzt, Naturheilkundler und Schriftsteller durch ein weites Spektrum an Themen – von der Anatomie und Funktionsweise des Körpers über natürliche Heilverfahren wie Hydrotherapie, Heilpflanzen, Ernährung, Bewegung und Atmung bis hin zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten.Dieses Buch ist ein Plädoyer für eine natürliche Lebensweise, die sich auf die Kräfte der Natur stützt und die Selbstheilungskräfte des Körpers fördert. Mit einem klaren Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse vor knapp 100 Jahren und bewährte Hausmittel bietet Wolf ein für den Laien leicht verständliches Standardwerk für alle, die sich bewusst und nachhaltig um ihre Gesundheit kümmern möchten.Ein Klassiker der Naturheilkunde, der auch heute noch wertvolle Impulse gibt!
Beschreibung
Das umfangreiche Werk von 1932 ist ein einzigartiges naturärztliches Hausbuch, das die Grundlagen der Naturheilkunde mit praktischen Anleitungen zur ganzheitlichen Gesundheit verbindet. In dieser umfassenden Abhandlung führt der Arzt, Naturheilkundler und Schriftsteller durch ein weites Spektrum an Themen – von der Anatomie und Funktionsweise des Körpers über natürliche Heilverfahren wie Hydrotherapie, Heilpflanzen, Ernährung, Bewegung und Atmung bis hin zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten.
Dieses Buch ist ein Plädoyer für eine natürliche Lebensweise, die sich auf die Kräfte der Natur stützt und die Selbstheilungskräfte des Körpers fördert. Mit einem klaren Blick auf wissenschaftliche Erkenntnisse vor knapp 100 Jahren und bewährte Hausmittel bietet Wolf ein für den Laien leicht verständliches Standardwerk für alle, die sich bewusst und nachhaltig um ihre Gesundheit kümmern möchten.
Ein Klassiker der Naturheilkunde, der auch heute noch wertvolle Impulse gibt!
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 10228 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 01.04.2025 |
| Seiten | 2299 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-68912-445-8 |
| ISBN (PDF) | 978-3-68912-446-5 |
| ASIN (Kindle) | B0DZQFNQLY |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
AlternativmedizinAtemtechnikenAtemtherapieBasen-Säure-HaushaltBewegungstherapieBlutzirkulation verbessernBarfußlaufenErnährungstherapieErnährungsumstellungFastenGanzheitliche MedizinGeist-Körper-BalanceGesundheite ErnährungGesundheitsvorsorgeHausapothekeHeilbäderHeilen ohne ChemieHeilkräuterHeilteesHerz-Kreislauf-SystemHomöopathieHormonsystem und BalanceHydrotherapieImmunsystem stärkenLeseprobe
Das Ei des Kolumbus in der Heilkunde
Das Einfache ist das Merkmal der Wahrheit.
Einer der größten Ärzte und Naturforscher des 17. Jahrhunderts, der Leidener Kliniker Boerhaave, hatte zum Wahlspruch den Satz: „Simplex sigillum veri!“, das Einfache ist das Merkmal der Wahrheit! Unter seinem Nachlass stieß man auf ein großes versiegeltes Buch in Folio, mit der Aufschrift, dass es alle Geheimnisse der Arzneikunst enthalte. Ein Engländer steigerte dieses Buch um eine große Summe. Als er es öffnete, fand sich nur ein einziges beschriebenes Blatt darin, mit den Worten:
„Den Kopf halt kalt, die Füße warm,
Und pfropf dir nicht so voll den Darm!“
Zwei Beispiele für die Heilkunst.
Dieser Satz klingt für den Menschen unserer Tage, der gewohnt ist, sich von Röntgenapparaten, Diathermie und künstlicher Höhensonne imponieren zu lasten, vielleicht zu einfach. Und doch bot die jüngste Zeit uns neuen Beweis, dass das Einfache „das Merkmal der Wahrheit“ ist. Seit etwa drei Jahrzehnten beobachtet die Wissenschaft, wie der Krebs, „der große Würger“ der zivilisierten Menschheit, in erschreckendem Maß sich ausbreitet. In Amerika hat, wie das U.S. Public Health Department 1926 feststellt, die Zahl der Todesfälle durch bösartige Geschwülste von 3,6 % der Gesamtsterblichkeit im Jahre 1900 auf 7,75% im Jahre 1924 zugenommen. Der Bericht nimmt an, dass die wirkliche Zunahme etwa 70% beträgt, während 30% auf verbesserte Diagnose und genaue Registrierung kommen. Ich denke auch diese 70% Krebszunahme in 24 Jahren sind eine furchtbare Zahl! (Deutsche Medizinische Wochenschrift vom 4. Februar 1927.)
Man hat nun zahlreiche Institute für Krebsforschung – zumal in England und Amerika – errichtet, die wissenschaftlichen Arbeiten über die Bekämpfung des „großen Würgers“ füllen ganze Bibliotheken, man hat die sinnvollsten Operationen erdacht, das krebsbefallene Stück aus dem Körper herauszuschneiden, dennoch hat sich die Krebstodesrate in den letzten dreißig Jahren zumal in England nachweislich verdoppelt. Man ging zur Röntgenbestrahlung über, legte Radium ein; man musste gestehen, dass auch diese Behandlung den großen Würger nicht erledigte, sondern vielfach sogar „provozierte“, aufstachelte. Da erschien im Februar 1924 das Buch von Ellis Barker: Der Krebs, seine Ursachen und sichere Verhütung. Zu dieser Arbeit eines Laien über ein hochwissenschaftliches Thema hat der erste Chirurg Londons, der Leiter von Guys Hospital, Sir Arbuthnot Lane ein begeistertes Vorwort geschrieben, hat Generalarzt Dr. Buttersack, Göttingen, das Geleitwort verfasst. In diesem Buch ist mit einer ganz ungewöhnlichen Sachkenntnis der ganze wissenschaftliche Ballast der bisherigen Krebsforschung noch einmal aufgetürmt, um ihn dann … über Bord zu werfen.
Denn Barker weist zwingend nach, dass der Krebs kein lokales Leiden ist, kein Geschwür, das man herausschneiden oder wegbestrahlen kann, er zeigt vielmehr, dass der Krebs in einer Allgemeinstörung, in einer Blutentmischung des ganzen Körpers beruhe, in der Überfütterung mit Fleisch, mit Konserven, mit ausgekochten Speisen, mit ausgemahlenem Mehl. In dieser unserer überfeinerten, falschen Ernährungsweise, in der mangelnden Zuführung an Grünkost, in dem Mangel an ungekochter, vitaminhaltiger Nahrung, an „Schutznahrung“, an Vollkornbrot liege die erste Ursache. Die erste Folge sei eine heute schon epidemische Darmträgheit und Stuhlverstopfung, eine Stauung und ein Zerfall der Darmgifte, eine langsame, aber dauernd fortschreitende Selbstvergiftung durch den Darm. Der Krebs … eine Stoffwechselkrankheit!
An erdrückendem Material erweist Barker, dass der Krebs bei den wilden Völkern nicht vorkommt, dass er eine Folge der sogenannten zivilisierten, naturwidrigen Lebensweise ist, eine rasend zunehmende Kulturseuche, ja eine „Wohlstandskrankheit“!
Im Jahre 1922 starben nach dem Regierungsbericht in England 486 780 Menschen. Fast der zehnte Teil von diesen, nämlich 46 903, starben in einem einzigen Jahr an Krebs. Man könne also sagen, dass beinahe 1/10 der jetzt lebenden englischen Bevölkerung, also 5 Millionen Männer und Frauen, zum Tode durch den Krebs verurteilt seien. Während die Tuberkulosetodesrate langsam im Abnehmen begriffen ist, nimmt die des Krebses im gleichen Verhältnis zu. Dr. F. L. Hoffmann, der bekannte amerikanische Krebsstatistiker, stellt folgende vergleichende Sterblichkeit auf 1 Million Lebender fest:
Krebs Tuberkulose
1891: 692 Krebs-Tote, 1659 Tuberkulose-Tote
1921: 1215 Krebs-Tote, 854 Tuberkulose-Tote
Er kommt zu dem Ergebnis: „Die Krebszunahme in den zivilisierten Ländern ist ein Weltphänomen!“
Das Buch des Laien Ellis Barker über dieses wissenschaftliche Thema hat in England in sechs Monaten vier Großauflagen erlebt. Die englische und amerikanische Regierung hat seine Leitsätze verbreiten lassen. Die angelsächsische Ärzteschaft bis ins Lager der Chirurgen hat diesem Buch von genialer Einsicht und Einfachheit vielfach begeistert zugestimmt. Dr. A. v. Borosini hat im E. Pahl-Verlag, Dresden, die deutsche Ausgabe besorgt.
Und seine Vorbeugung und Heilung im Anfangsstadium? Man könnte kurzerhand als Antwort den alten Spruch hier hinsetzen:
„Die besten Ärzte in der Welt,
Trotz aller Neider, aller Hasser,
Das sind im Bunde treu gesellt:
Diät, Bewegung, Luft und Wasser.“
So ruft Barker auf zum Kampf gegen die heutige „Nahrungspest“, gegen die Verfälschung unserer Nahrungsmittel, und fordert eine Ernährung mit viel Rohkost, Obst, Vollkornbrot, Gemüse, Butter, Milch; so fordert er für die sitzende und fahrende Menschheit jeden Morgen eine Stunde kräftigen Frühmarsches; er fordert für den heute „menschentötenden Dickdarm“ einen leichten Stuhlgang, er fordert bei Darmverstimmung ein ein- bis zweitägiges Fasten; er fordert für die abgetötete Haut, unser wichtiges Atmungs- und Ausscheidungsorgan, morgens ein kurzes kaltes Bad mit durchgreifender Massage. Nichts weiter im Kampf gegen die große geheimnisvolle neue Pest, gegen den „großen Würger“ Krebs? Nichts weiter!
Das Ei des Kolumbus!
Der Londoner Chirurg W. Roger William schreibt hierüber: „Lange fortgesetzte Beobachtungen an Krebspatienten im Frühstadium in der Krankheit haben mich davon überzeugt, dass die Mehrzahl der Patienten stattliche, gutgenährte Menschen waren. Die kleinen, blassen, überarbeiteten Frauen von Lancashire und anderen Industriezentren werden selten von Krebs ergriffen.“ Dies bestätigt die vorige Anmerkung, dass Krebs und Tuberkulose zwei verschiedene sich fast ausschließende Krankheitsanlagen sind; Krebs mehr die des Wohlstands, Tuberkulose mehr die der Armut.
Wem diese Behandlung gar zu einfältig, zu fantastisch einfach erscheint, für den sei das klassische Beispiel der Beriberikrankheit und ihrer erfolgreichen Bekämpfung erzählt. Beriberi ist ein Tropenleiden, eine Nervenentartung mit schwersten Lähmungen. Sie wurde bis vor wenigen Jahren, da immer eine große Zahl Menschen am gleichen Ort zugleich an ihr erkrankten, für eine Infektionskrankheit angesehen. Die Wissenschaftler der verschiedensten Länder hatten über zehn verschiedene Bazillen und Kokken als Erreger gefunden und sogar gezüchtet, darunter den „Mikrococcus beribericus“! Da beobachtete eines Tages der holländische Gefängnisarzt Eijkman auf Java, dass ein Teil der Hühner des Gefängniswärters ebenfalls an Beriberi erkrankte, ein anderer nicht; die erkrankten Hühner aber erhielten „polierten“, d. h. geschälten Reis, die gesundgebliebenen groben Vollreis. Der sofort angestellte Versuch an Beriberimenschen mit Vollreisernährung ergab Heilung in kurzer Zeit, während all die Einspritzungen der spezifischen Sera versagt hatten. Auch hier: das Ei des Kolumbus! Auch hier der Beleg dafür, dass gerade in der missachteten Schale des Reiskorns – so wie beim Roggen, Weizen und der Kartoffel - die lebenswichtigen Ergänzungsstoffe, die Vitamine, liegen! Ähnlich verhält es sich mit dem Skorbut, einer gefährlichen, schmerzhaften Bluterkrankung, die auf Schiffen durch reine Fleisch- und Konservenkost entsteht; Obst und Frischgemüse beheben das Leiden in Kürze.
Wissenswust und schlichte Anschauung.
Die äußerst einfache Behandlung dieser beiden schweren Krankheiten steht in vollem Einklang mit Ellis Barkers simplen und doch großartigen Anschauungen und Naturheillehren. Sie sind wie alles Große ewig alt und neu. Sie wurden hundertmal gefunden und hundertmal vergessen. Wir kommen später eingehend auf sie zurück. Hier im Anfang sind sie ein Beispiel, ein Grundton, auf den unser Buch gestimmt ist. Der menschliche Körper ist kein künstliches Mosaik von Organen, an denen man hier und da ungestraft herumschneiden, bestrahlen oder ätzen darf. Der menschliche Körper ist ein unteilbares Ganze wie jedes Gebild in der lebendigen Welt, ähnlich einem Baum. Dieser Baum ist in erster Linie bedingt von dem Boden, in dem er wurzelt, und von der Luft und Sonne, die er aufnimmt: von seiner Ernährung. Wer durch einen dichten Tannenwald geht – dort wo Bäume in Massen auftreten, in Baumgroßstädten –, der kann beobachten, wie die meisten Baumkrüppel und Leichen nicht von äußeren Anlässen, von Blitz, Nonne oder Borkenkäfer zerkränkt sind, sondern von den Ernährungs- und „Wohnungsverhältnissen“, von zu dichtem Bestand. Ein Baum, der nicht genug Luft, Licht, Sonne und Erde hat, verkrüppelt, setzt Moos und Schwamm an und stirbt ab. Die Axt des Waldhegers ins Menschliche übersetzt ist die Wohnungshygiene, die Siedlungsförderung, die rechte Ernährung! Hier sind die Grundlagen der Erhaltung der Gesundheit des einzelnen wie auch des Volkes! Doch auch die Heilung von Krankheiten kann nicht mit spezialistischen Teilhilfen, sondern nur mit Erfassung des ganzen Menschen geschehen!
Professor Bier, Berlin, hat in einer längeren Abhandlung: „Gedanken eines Arztes über die Medizin“ der Wissenschaft ein ernstes und kräftiges Wörtlein zugerufen: „Wir wollen Einkehr halten und uns fragen: Haben wir nicht dieses einfache naive Schauen und Denken, das den Hippokrates und andere hervorragende Ärzte früherer Zeitalter auszeichnete, verloren, und führt dies nicht doch noch in großen Grundfragen, welche Schlichtheit, Sammlung und tiefe philosophische Durcharbeitung verlangen, weiter als noch so fein ausgeklügelte technische Hilfsmittel und die Ansammlung eines ungeheuren, ungeordneten und nicht mehr übersehbaren Wissenswustes?“ (Münchner Medizinische Wochenschrift 1926, Nr. 14.)
Zwei Welten: Für 10 Mark Gesundheit, oder … neue Lebensweise.
Die Kräfte der Natur, die unsere Gesundheit erhalten, sind auch die Kräfte, die unsere Krankheiten heilen!
Unsere Heilkunst steht heute, genau wie alle anderen menschlichen Einrichtungen und Errungenschaften, an einem entscheidenden Wendepunkt. Gehst du durch die Straße einer Großstadt, so findest du neben Warenhäusern und Palästen der Autoindustrie, darin du vom Schraubenschlüssel bis zur Kurbelwelle jedes Teilchen kaufen kannst, auch sogenannte Arzthäuser. Du siehst an einer Fassade vier bis fünf Arzttafeln übereinander, und jeder behandelt ein anderes Organ. Leidest du an Magensäure und Darmbeschwerden, so wohnt im Parterre der zuständige Spezialist, schmerzt dich dagegen dein Herz und hast du Atembeklemmung, so steigst du eine Treppe höher zu dem Facharzt für innere Krankheiten; läuft aber dein Ohr, so musst du noch ein Stockwerk hinauf, drückt deine Blase, so musst du weitersteigen zu dem Spezialisten für Harn- und Blasenleiden. Jeder der Ärzte hat ein mustergültig ausgestattetes Ordinationszimmer mit blinkenden Instrumentenschränken, Röntgenröhren, Diathermieapparaten, Quarzlampen und elektrischen Schalttafeln, wie du es wünschest und erwartest; jeder behandelt dich genau auf das Organ, für das er Facharzt ist, und wegen dessen du ja zu ihm kommst. Sobald das eine Organ, etwa das eiternde Mittelohr, „geheilt“ ist, bist du entlassen und wendest dich sinngemäß eine Treppe weiter wegen Kieferhöhleneiterung an den Zahnarzt oder wegen Furunkulose an den Hautspezialisten. (Oder wie Bier es ausdrückt: „Vor jedem Loche des menschlichen Körpers lauert ein Spezialist, der sich von dem übrigen, dem ganzen Menschen, mehr und mehr entfremdet und schließlich nur noch Techniker, vielleicht sogar ein Meister der Technik, aber kein Arzt mehr ist.“ Münchner Medizinische Wochenschrift 1926, Nr. 33, S. 1362.)
Das ist die eine Methode! Man braucht hier keine Veränderungen in seiner gewohnten Lebensweise. Es wird dir weder das Rauchen, noch das Trinken, noch das Fleisch verboten. Du glaubst, du wirfst den Groschen in den Automaten und erhältst das Gewünschte! Du gehst in das Arzthaus und kaufst dir für 10 Mark Gesundheit!
Du selbst, Kranker, willst es ja so!
Die Natur als Arzt.
Doch es gibt noch eine andere Weise, und diese bricht sich – wie auch das Buch Ellis Barkers zeigt – mit Macht in den Kreisen der natursinnigen Kranken und Ärzte Bahn. Beginnt etwa dein Kopf hinter dem Ohr leicht zu schmerzen, so wartest du, wenn du unser Buch aufmerksam gelesen hast, nicht erst bis Fieber eintritt, bis das Ohr hämmert und eine Mittelohreiterung im schönsten Gange ist, so rennst du nicht erst nach vier Tagen zum Arzt und bist dann fassungslos, wenn man dir sagt, dass Eiter hinter dem Ohr sitze, und dass der Warzenfortsatz deines Schädels aufgemeißelt werden müsse … nein, gleich am ersten Tag legst du einen ableitenden Lehmwickel um den Hals, machst ein kaltes Reibesitzbad, ein Wechselfußbad und sorgst mit Rohkost, Obst und Einläufen für Ableitung durch den Darm. Abends von 5 bis 8, zur Zeit des Fieberanstiegs, wirkt eine zweistündliche Ganzpackung mit Schwitztee-Zitrone und darauffolgender kühler Essigabwaschung oft Wunder. (In den spätere» Kapiteln über Bäder, Güsse, Packungen, Wickel, Lehmbehandlung und „Hyperämie als Selbstheilung“ kommen wir ausführlich hierauf zurück.)
Auf diese Weise habe ich hundertfach Eiterungen im Mittelohr, in der Kieferhöhle, in den Zahnwurzeln und in den Mandeln gleich im Anfangsstadium zu beschleunigtem Ablauf kommen sehen … durch Unterstützung der Selbstabwehr des Körpers, durch unspezifische Behandlung! Denn die Natur ist der eigentliche Arzt, der Arzt selbst kann der Natur nur Beistand leisten!
Der ganze Körper ist's.
Doch auch dieser Beistand ist eine rechte Kunst. Lassen trotz deiner ersten eigenen Hilfen die Beschwerden dennoch nicht nach, so gehst du – vielleicht zuerst aus Furcht vor dem Messer – nicht zu einem Spezialisten, sondern zu einem naturheilkundigen Arzt. Du trittst in sein Sprechzimmer und suchst mit gewohnten
Blicken vergeblich die dicken Röhren, die Quarzlampen und Schaltapparate, alles Dinge, die zugleich Ehrfurcht und Vertrauen erwecken. Statt dessen gewahrst du an den Wänden nur Tafeln mit Pflanzen und Kräutern; in einer Ecke aber steht verheißungsvoll und gemahnend eine lange Wanne handhoch mit Wasser gefüllt, daneben vielleicht eine Kiste Lehm. Anschauungsmaterial.
Du beginnst nun sogleich dem Arzt über deine heftigen Ohrschmerzen zu klagen; doch er fragt dich, wie dein Stuhlgang sei? – Seit drei Tagen Verstopfung und auch sonst sehr träg; „aber jetzt komme ich wegen des Ohrs, es klopft zum Tollwerden darin.“ – Ob du gut oder schlecht schwitzen könnest, ob du leicht Schnupfen und Halsschmerzen habest? fragt dich der merkwürdige Doktor, statt sich sogleich über dein Ohr herzumachen. Ja, er zieht dich aus bis aufs Hemd deiner Vorfahren; dann beginnt er die örtliche Untersuchung. Ob in deinem besonderen Falle ein Durchstich des Trommelfells nötig, wird er jetzt erst entscheiden. – Ich entsinne mich eines Kranken, der 1 ½ Jahre wegen einer Mittelohreiterung in spezialärztlicher Behandlung war. Das Felsenbein war aufgemeißelt und die übliche Fistel hergestellt; doch der Eiter floss nicht recht ab; einmal wurde das Trommelfell durchstochen, das andere Mal von außen die Fistel erweitert; unter steter neuer Eiterung litt der Kranke rasende Schmerzen. Er verlangte auch von mir Morphium, er könne so nicht mehr leben. – Als erstes wurde die „kräftige“ Fleisch-, Wein- und Eikost abgesetzt; dafür morgens und abends ein Reibesitzbad, Lehmwickel um den Hals und eine Apfelsinenkur! Sparsame Darreichung eines homöopathischen Mittels. Schon nach drei Tagen ließen die Schmerzen nach und waren nach 14 Tagen verschwunden; sie kehrten, obschon sich die Fistel schloss, nicht wieder. (Mit Absicht ist gerade dieser, dem Spezialarzt zugehörige Fall hier aufgeführt. Bei allen „inneren“, Stoffwechsel- und Konstitutionskrankheiten, wo das Messer nicht hinkann, versteht sich eine giftlose, naturheilgemäße Behandlung von selbst.)
Einheit des Körpers, Einheit der Behandlung.
In neunzig von hundert solcher Fälle werden reine naturgemäße Hilfsmittel: warme Leinsamen-, Kamillen-, Kümmelüberschläge, Lehmwickel, Ableitung durch Darm und Haut, Heiltee, Schwitzpackungen, Bäder und Güsse zur Selbstheilung des Körpers genügen.
Es ist daher ein völlig irriger Standpunkt, wenn jüngst ein Hochschullehrer erklärte: Die Naturheilmethode habe sich der Schulmedizin als Teilgebiet ebenso einzugliedern wie etwa die Teilgebiete der Chirurgie, der Ohrenheilkunde oder Frauenheilkunde. Auch in der Chirurgie verwende man feuchte Packungen, auch in der Frauenheilkunde warme Sitzbäder, auch in der inneren Medizin Fangoschlamm. Aber was verwendet man daneben und hauptsächlich?
Die Naturheilkunde ist keine Auchmedizin, sie ist kein Teilgebiet, das man nebenbei hinzuzieht, etwa Rohkostverordnung und Arseneinspritzung, Lehmwickel und Salizylpräparate. Die Naturheilkunde kennt den Körper nur als Ganzheit, sie kennt nur eine einheitliche Behandlung. Die Naturheilkunde ist kein „Dogma“, sie ist eine Erfahrungslehre, auf tausendjährige Beobachtung gegründet. Sie unterdrückt nicht das „Heilfieber“ mit Salizylpräparaten, sie treibt es durch Schwitzpackungen heraus; sie schmiert einen Hautausschlag nicht mit Salben zu und „vertreibt“ ihn nach innen, sie bringt ihn durch Blutreinigungstee, Diät-, Herbst- und Frühjahrskuren zu vollem Ausbruch und zur Heilung; sie schneidet die Mandeln – diese wichtigen Wächter am Racheneingang – nicht heraus, sie behandelt vielmehr mit Sonne-, Lichtluft- und Salzbädern ursächlich die ganze geschwächte „lymphatische Konstitution“.
Man sieht, hier sind Welten! Verschiedene Anschauungen vom Wesen der Lebens- und Heilvorgänge! Für den Naturarzt gibt es keine Einzelteile des Körpers, sondern stets nur den ganzen Körper. Er wird nie selbstherrlich an dem Körper herumschneiden oder Reaktionen wie Fieber, Hautausschläge, Drüsenschwellungen, Migräne, Asthma, Hämorrhoiden, Beingeschwüre bloß „vertreiben“ oder gar unterdrücken. Ihm gilt der Leitsatz der großen Ärzte und Naturkenner des Altertums auch heute noch als erstes Gebot:
Natura sanat, medicus curat!
Die Natur heilt, der Arzt leistet Beistand!
Inhaltsverzeichnis
Weniger ist mehr! Schluss mit der Fassade!
Gliederung des Buches.
Naturheilkur heißt neue Lebensweise!
Zur zweiten Auflage
Zur dritten Auflage
1. Teil: Grundlagen: Dein Körper
Das Ei des Kolumbus in der Heilkunde
Das Einfache ist das Merkmal der Wahrheit.
Zwei Beispiele für die Heilkunst.
Wissenswust und schlichte Anschauung.
Zwei Welten: Für 10 Mark Gesundheit, oder … neue Lebensweise.
Die Natur als Arzt.
Der ganze Körper ist's.
Einheit des Körpers, Einheit der Behandlung.
Du kennst so viel; kennst du deinen Körper?
„Ihr fresst und sauft euch tot, das tun wir Tiere nicht.“
Generalreinigung ist not!
Krankenheilung ist keine Zauberei!
„Herr Doktor, was fehlt mir?“
Weißt du, wo deine Milz liegt?
Der Kranke unter den Sandsäcken; das erbrochene … Klistier.
Dein Körper: Einheiten, Gesetze, Entwicklung
Woraus besteht dein Körper?
Die Körperkenntnis im Altertum; Operationsstuhl und Narkose vor 2500 Jahren.
„Du bist mir näher als die Schlagader meines Halses.“
„Was wir durch den Röntgenapparat gewonnen haben, ging aus den Fingerspitzen verloren.“
Der grobe Baustein ist die Zelle.
Die Lehre von der Zelle; die Lehre von den Säften.
Der Quellpunkt muss klarliegen!
Zellbau, Zellteilung.
Zellverbände und Gewebe.
Das Knochengerüst
Körpergröße, Körpergewicht.
Die Wirbelsäule: die Achse des Skeletts.
Der Schädel: Hirn- und Gesichtsschädel.
Die Gliedmaßen; Schultergürtel und Beckenring.
Die Muskeln, Sehnen und Bänder
Muskellehre, besser: Bewegungslehre.
Was ist ein Muskel?
„Das Muskelgefühl“ oder der Arbeitsregler und Rhythmusdirigent.
Glatte oder unwillkürliche Muskeln.
Tränen, Erröten, Schwitzen nach Kommando. „Die Haare stehen zu Berg.“
Der Muskel arbeitet. Zehn menschliche Arbeitsstunden gleich der Leistung von viertausend Pferdekräften!
„Muskeltraining“ schafft siebenfache Leistung bei geringerem Verbrauch von Brennstoff.
Training des Alltags.
Überwindung der Ermüdungsstoffe und des Fettballasts.
Die Muskeln des Körpers
Die Rückenmuskeln.
Die Halsmuskeln
Die Kopfmuskeln
Die Brustmuskeln
Die Bauchmuskeln
Die Armmuskeln
Die Beinmuskeln
Müssen Fuß- und Zehenmuskeln verkümmert sein?!
Blutgefäße und Blutkreislauf
Der Blutkreislauf: der sichtbarste Träger des Lebens.
Blutkörperchen, Blutplasma, Blutfarbstoff.
Der Gasstoffwechsel im Blut: 2 Liter Sauerstoffgas in 1 Minute aufgenommen.
Die winzigen roten Blutkörperchen des menschlichen Körpers bedecken die Gesamtoberfläche von einem Morgen Land!
„Schlechte Luft“; Kohlensäurevergiftung; Kohlenoxidvergiftung.
Der Kreislauf der Blutgase in der Natur.
Die weißen Blutkörperchen; die „Fresszellen“ oder die Kampftruppen gegen die Bakterien.
Blutplättchen, Blutgerinnung, Blutserum.
Wo werden die Blutkörperchen gebildet?
Wie viel „Blut“ hat der Mensch?
Die Lymphe
Die Lymphdrüsen: Wachtposten gegen eindringende Keime!
„Das Kind hat Drüsen!“ Halsdrüsen und Mandeln entfernen, heißt: die Lungen ihrer ersten Sicherung berauben.
Die Lymphdrüsen des Darms = Aufsauger und Beförderer der Speisesäfte.
Das Herz
Der große und der kleine Kreislauf.
Herzkammern und Herzklappen.
Der Kapillarkreislauf: „Das periphere Herz“.
Herzrhythmus. Herztöne. Herzgeräusche.
Die Venen. Pfortader und Leberkreislauf.
Die Atmungsorgane
Lungenatmung; Hautatmung.
Äußere und innere Atmung. Der Weg des Luftstroms.
Stimme, Sprache; Vokale, Konsonanten.
Im Wettlauf werden 55 Liter Luft in 1 Minute ein- und ausgeatmet!
Atmungsluft, Reserveluft, Rückstandsluft, Hilfsluft.
Die Haut
Nicht bloß Schutzdecke, auch Atmungs-, Ausscheidungsorgan!
Wärmeausgleich; Wärmestauung. Hitzschlag; Eskimofreuden.
Wärmeregulierung durch Wasser- und Fettausscheidung.
Die Hautatmung 1/20 der Lungenatmung!
Nacktturnen, Nacktbaden, Nacktunterricht.
Die Verdauungsorgane
Was leisten die Verdauungsorgane?
Gut gekaut, ist halb verdaut!
Hauptgebiss, Milchgebiss.
Das Schlucken; 3 „falsche Wege“.
Der Magen. Selbstmassage und Gymnastik des Magens.
Die Magensäfte. Weshalb verdaut der Magen sich nicht selbst?
Der Darmkanal; Speisesaft und Darmarbeit.
Die Leber
Fermente und Hormone.
Der große Umwertungs- und Stapelplatz der Blut- und Darmstoffe.
Die Galle hilft die Fette spalten und den Darm desinfizieren.
Die Leber und das Zuckergleichgewicht. Welche Stoffe werden beim Hunger zuerst abgebaut?
Leber und Blutfarbstoff.
Die vier Aufgaben der Leber.
Die Bauchspeicheldrüse
Die drei Aufgaben dieser Drüse.
Bauchspeicheldrüse und Zuckerkrankheit.
Die Milz
Eine Brutstätte der weißen Blutkörperchen.
Die Harnorgane. Die Nieren
Die Ausscheidungsorgane der Eiweißzerfallstoffe.
Die Blase
Die Geschlechtsorgane
Das Gleichgewicht des Leibes.
Viererlei ist not.
Der Hoden: die Samendrüse.
Samenzellen. Der Ursame.
180 Millionen Samenkörperchen bei einer Begattung
Erneuerungszeit und Lebensfähigkeit der Samenkörperchen.
Die weiblichen Geschlechtsorgane
Ihre Aufgaben und ihre Gebilde.
Vom Urei zum reifen Ei.
Die Ausstoßung des Eies. Der Weg des Eies.
Der Same dringt in die Eizelle.
Die Menstruation: das unbefruchtete Ei.
Mensch und Tier. „Unwohlsein!“
Die Gebärmutter und ihre Wandlungen.
Die Schwangerschaft. Der Mutterkuchen = Blutaustausch zwischen Mutter und Frucht.
Scheide und Scham.
Befruchtung und Fortpflanzung
Woher kommen wir? Urzeugung, Homunkulus.
Wohin gehen wir? Der große Ring.
Zellvermehrung durch Teilung oder Befruchtung.
Das neue Lebewesen.
Die Vererbung
Vererbbarkeit erworbener und angestammter Eigenschaften.
Beseitigung erblicher Schwächen.
Die drei Mendelschen Regeln.
Beseitigung der Erblast! Rassenzucht? Eugenik?
Innere Sekretion
Drüsen ohne Ausführungsgang.
Die Hormone. Systemregler. „Ausfallserscheinungen.“
Austauscherscheinungen. Keimdrüsen. Fernwirkung.
Das Nervensystem
Aufgaben des Nervensystems.
Neuronenkette oder Nervenkreislauf.
Graue und weiße Substanz. Nervenzelle und Nervenfaser.
Das Rückenmark
Der Zentralkanal; Rückenmarksflüssigkeit.
Vorder- und Hinterhörner.
Tag- und Nachtverbindung.
Das Gehirn
Großhirn, Kleinhirn, verlängertes Mark.
Hirngewichte.
Hirnrinde, Hirnmark.
Die Großhirnrinde und ihre Zentren.
Sprachzentrum. Stummheit, Worttaubheit.
Hirnstamm, Hirnkerne.
Atemzentrum und Herzschlag.
Das Kleinhirn
Der Schlaf
Tod durch Schlaflosigkeit.
1:1 = das Herz, 1:2 = das Hirn.
Weiterleben im Schlaf. Die Träume.
Das sympathische Nervensystem.
Das Leben ohne Gehirn.
Der Nervenkreislauf
Nervenkapillare und Nervenfaser.
Der Stromschluss im Nervensystem.
Nervenmark und Lipoide.
Blutkreislauf, Nervenkreislauf.
Die Sinnesorgane
Das Auge
Unser Auge: ein Fotoapparat.
Die Mechanik des Auges.
Die Optik des Auges.
Die lichtbrechenden Körper des Auges.
Jeder zweite „höhere Schüler“ kurzsichtig!
Die Linse im Alter.
Die elf Schichten der Netzhaut.
Der „Sehpurpur“: Das Bild des Mörders im Auge des Toten.
Licht und Farbe.
Das Ohr
Das Ohr: der Vermittler der Sprache.
Das äußere Ohr.
Das Mittelohr.
Das innere Ohr.
Die 3 Bogengänge: das Gleichgewichtsorgan.
Der Geruch
Der Geschmack
Der Tastsinn oder Hautsinn
Die „Tastkörperchen“, Fingerspitzengefühl.
Andere spezifische Hautsinne.
Symmetric des Körpers
Korrespondierende Organe: Fernwirkungen.
Der Nabel: der Körpermittelpunkt. Die Ernährungssphäre.
Die zweite Sphäre: die Blut- oder Bewegungssphäre.
Die dritte Sphäre: die Hoden-, Hirn- oder Fortpflanzungssphäre.
II. Teil: Erziehung zur Gesundheit
Was sollen wir essen?
Weißt du, was du zum Leben brauchst?
Laboratorium und Mensch.
Das Eiweiß: der Baustein der Zelle.
Eiweißminimum, Eiweißgleichgewicht.
2500 Kalorien Tagesbedarf für einen mittleren Arbeiter.
Großmacht Schwein.
Ein Pfund Fleisch täglich = Eiweißüberlastung.
Neun Zehntel unserer Krankheiten kommen von falscher Ernährung.
Die mögliche Mindestmenge ist die Bestmenge.
Weniger ist mehr! Weniger Eiweißzufuhr = mehr Muskelkraft!
Armeegepäckmärsche und Vegetarier.
Unsere Vorpostenkämpfer.
Hindhede und Dänemark. 26 Jahre bei eiweißarmer Kost gut gelebt.
Was die Physiologen und was die Kühe sagen!
Die Folgen dieser Erkenntnis.
Spartanische Lebensweise: Kraft und Lebensfreude.
Auch die Kinder gedeihen!
Ein vernünftiger Vater.
Gesund und billig!
„System Hindhede“: Für 50 Pfennig reichliche Tageskost!
Hungern wir nicht schon genug?
Upton Sinclairs Antwort im „Sumpf“.
„Kartoffelkost“: Der Wert der Kartoffel.
Der Gegenversuch mit Fleischkost.
Fleisch- oder Pflanzenesser?!
„Der Wachtmeister ist böse …“
Der Nährwert der Kleie oder „das Schicksal ganzer Kulturvölker“.
Haferflocken, Weizenflocken, Gerstengrütze als Kraft- und Schönheitsmittel.
Wie viel Fettzufuhr braucht der Mensch?
Basen und Säuren. Das Kind von beiden: „das Salz“.
Das Kochsalz, Kochsalzvergiftung.
Säureüberschuss, Basenmangel: „Harnsäurevergiftung“.
Wie erreichen wir Basenüberschuss?
Fleisch und Blut. Herde und Reißzahn.
Säureüberschuss – Überheizung, Selbstverbrennung.
Praktische Ernährungsregeln.
Vitamine und Kompletine
Vitaminschokolade, Schillerlocken, Kraftgürtel Energos!
Was sind Vitamine?
Kompletin B = Wachstumsstoff.
Das fettlösliche Kompletin A.
Das wasserlösliche Kompletin C
Das wasserlösliche Kompletin D.
Fettlösliches Kompletin E.
Übersicht über die Ergänzungsstoffe
Umstellung ist schwer! Ist sie so schwer??
Einige Nahrungsmittel
Unser täglich Brot. Schrot und Korn.
Vollkornbrot, Schwarzbrot: Ein Brot von echtem Schrot und Korn!
Wie backe ich selbst mein Vollkornbrot?
Wieviel Brot und damit Nährstoffe erhalten wir aus der gleichen Menge Roggen bei verschiedener Ausmahlung?
Vom Korn zum Brot
Knollen und Wurzeln: Kartoffeln, Möhre, rote Rübe.
Tomate und Banane: Die besten Vitaminquellen.
Milch, Dickmilch; Buttermilch, Molke.
Trinkwasser, Gebrauchswasser.
Die Genussmittel
Allein vom Bier des Münchner Oktoberfests 1925 wäre eine Gartenstadt für 2000 Bewohner zu bauen!
60 000 anstaltsbedürftige Trinker in Deutschland!
„Eine Gefahr für die Volksgesundheit.“
Vier Milliarden statt für Alkohol für Bautätigkeit!
„Jugend ist Trunkenheit ohne Wein!“
Alkohol, Tabak oder Wohnungen?!
Kaffee, Kakao, Tee. Die „Emporkitzler“.
„Das Beste ist das Wasser!“
Kochen, Dämpfen, Schmoren.
Zubereitung der Nahrung
Rohkost bewirkt erhöhten Sättigungs- und „Anschlagswert“.
Die wichtigsten Regeln der Zubereitung:
Blanchieren, Konservieren.
Ein brauchbares Konservierungsverfahren.
Zucker, Süßigkeiten, Schokolade.
Wie sollen wir essen?
Der Hotelesser oder der Bauchselbstmörder.
Gut gekaut, ist halb verdaut!
Karge Kost und Lebensgenuss.
Magere und Dicke.
Die Ernährung der Arbeiterschaft heute und einst.
Preis der Nahrungsmittel.
Ernährt uns denn unser Land??
„Es hat die Erde Brot genug für alle Menschenkinder …“
Technik – Vegetarismus: der Pendelschlag.
Dokumente des Vegetarismus.
Wie sollen wir uns kleiden?
Haut und Bekleidung.
Schritt um Schritt, im Sturmesschritt.
Männerkleidung im Sommer = 6 Pfund. Frauenkleidung im Sommer = 1 1/2 Pfund!
Die Unterkleidung: Luft an die Haut!
Wolle oder Baumwolle.
Die mutige Frau, der feige Mann.
Freier Schritt: die Männerkleidung der Zukunft! Kurzjacke, Bluse, Einheitsanzug.
Waschstoffe auch für Männer!
Schnabelschuhe, Stelzschuhe, Strumpfband: Hühnerauge, Knickfuß, Krampfadern.
Sandale und Barfußlaufen.
Wie sollen wir wohnen?
Die zweite Hülle: die Wohnung.
Wohnung und Gesundheit.
Die Mietskaserne. Grundursachen.
Dunkelheit, Feuchtigkeit, Engräumigkeit.
In den Gefängnissen ist es besser!
Wohnung, Schnaps, Kino.
Wie ändern? Innere Kolonisation!
Was sollen wir also tun?
Artikel 155 der Reichsverfassung.
Bauland in Industriegelände
Wie sollen wir bauen? Hochbau oder Flachbau?
Serienbau, Montagebau.
Standardhaus, Hausmaschine.
Innenräume: Bad, Küche, Fenster.
Das Schlafzimmer. Das Lager.
Kinderzimmer, Spielzimmer.
Die Heizung: Ofen und Sammelheizung.
Beleuchtung, Lichtquellen.
Lüftung: Ventilator, Luftschacht.
Die billige Wohnung: Wenig Räume – viel Platz!
Wie finanziere ich billig den Bau meines Eigenheims?
Ehe und Liebe
Staat und Ehe.
Berufstätige Jugend und Eheproblem.
Alte und neue Formen.
Sind die vielen Ehescheidungen nötig?
Geburtenregelung: Keine unerwünschten, nur erwünschte Kinder!
Der § 218 und die Selbsthilfe der Mütter.
„Ruhig, gesund und mit tiefen Atemzügen.“
Schutzmittel zur Verhütung unerwünschter Kinder.
Was wird aus unseren Kindern?
Dauer des Lebens. Lebensspannen: 7 mal 3 mal 7.
Die erste Sekunde. Das „erwünschte“ Kind.
Die ersten 9 Monate. Die vorgeburtliche Erziehung.
Das erste Jahr: Der Säugling.
Die ersten zwei Jahre: Greifen, Laufen, Sprechen.
Drittes bis sechstes Jahr: die sechste Kopflänge. Das Spiel- und Fragealter.
Erziehung zum Mut
Zeiteinhalten! Aufräumen!
Erziehung? Wildwuchs?
Seine Majestät das Kind?
Schlagen und Küssen!
Kinderland in den Großstädten: Fort mit den Zierrasen! Her mit den Planschwiesen!
Schulkasernen: Bewegungsenge, Atemraum.
Schule und Meer: Mensch und Element.
Die Schieker-Schule: Die Lösung für die Stadt.
Bewegungsspanne, Schulbühne.
Gesundheitspflege. Das dritte Tagesdrittel den Eltern!
Das vierzehnte Jahr: Geschlechtsreife.
Berufsberatung, „Eintritt ins Leben“.
Arbeit und Ruhe
Natürliche Gezeiten. Land- und Stadtarbeit.
8:8:8: Der Achtstundentag.
Verschiedene Arbeit: schöpferische und mechanische Arbeit.
Nebenleistungen. Weg zur Arbeitsstelle.
Arbeitsschäden. Ihre Bekämpfung.
Freizeit! Wie feiern wir unsere Feste?
III. Teil: Die Krankheiten und ihre Heilung
Die Naturheilkräfte
Ein neuer Wind weht!
Schulmedizin und Naturheilmethode.
Tuberkulose durch Diät geheilt.
Vorwiegend Pflanzenkost und Sonnenlicht gegen die Tuberkulose.
Das Licht
Was ist „Licht“?
Das Spektrum: lange und kurze Lichtwellen.
Künstliches „Heillicht“: Quarzlampe, Röntgenstrahlen, Radium.
Sonnenbad. Lichtbad. Zimmerluftbad.
Technik der „Sonnenkur“.
Weshalb? Weshalb nicht?
Sonnenlicht und Rachitis.
Sonnenlicht und Tuberkulose.
Sonnenlicht für andere Leiden.
Die „Anbrüchigen“. Krankenkassen schafft Jungborne!
Die Luft
Haut und Luft. Zwei Menschengruppen.
Die Haut als Visitenkarte und Blitzableiter. Arbeit im Stadionkostüm!
Das Wasser
Wirkung und Anwendung des Wassers.
Kaltes und warmes Wasser: Haut, Gefäße, Blutdruck.
Oberflächen- und Tiefenwirkung. Reaktionswirkung.
Warmbad, Kaltbad, Wechselbad.
Technik der Wasserbehandlung
Seebäder, Flussbäder, Regenbäder.
Warme und heiße Wannenbäder. Kräuterbäder.
Teilbäder, Handbäder, Wechselfußbäder.
Das Sitzbad: Kamillen-, Eichenrindensitzbad; „Reibesitzbad“ oder „Felkebad“.
Heiße Dampfbäder. Die russische „Sabliza“.
Duschen und Güsse: die harte Kur.
Der Prießnitzwickel: Die milde Kur.
„Packungen“: das Aspirin der Naturheilbehandlung.
Durch Ganzpackung gerettet.
Abklatschungen und Massagen.
Ausspritzungen, Spülungen, Einläufe.
Trinkkuren. Essen und Trinken trennen!
Die Erde
Lehm- und Heilerden in alten Zeiten.
Jüngere Forschungen. „Der Lehmpastor.“
Lehmwickel, Lehmbäder, Erdbäder.
Wirkungen der Lehm-Erdbäder.
Heilerde innerlich.
Erdkräfte. Der Riese Antäus.
Die Massage
Aktive Hyperämie und Reizwirkung durch Massage.
„Ich fühle, dass eine Kraft von mir gegangen.“
Streichmassage. Neben- und Gegenströme.
Kneten und Walken. Der finnische „Knetpressgriff“.
Widerstandsmassage: Hand gegen Muskel, Muskel gegen Hand.
Nervenpunktmassage. Statt Nervendurchschneiden herausmassieren!
Die Heilgymnastik
Gymnastik = Nacktübung! Gymnasien = Nacktschulen!?
Nacktbetätigung, Körperharmonie.
Die Frau und die Gymnastik.
10 Minuten Morgengymnastik.
I. Übungsfolge
Sonderübungen für Frauen
Kindergymnastik
Weshalb Kindergymnastik?
Steckkissen, Rachitis, Krüppeltum.
Atemübungen
Einatmung, Ausatmung.
Teilatmungen. Reine Atemgymnastik.
Mazdaznan. Die Rotenburger Atmungsschule.
Die Technik der Vokaltypenatmung.
Suggestionstherapie
Psychophysisches. Verdrängte Leiden.
Die Macht der Vorstellung: Suggestion, Autosuggestion.
Die Macht des Willens: Die Hypnose.
Die Technik des Hypnotisierens.
Diät und Fastenkuren
Krankheit aus dem Bauch, Heilung aus dem Bauch.
„Ihnen kann ich nicht helfen!“
Fieberkost. Fastenkuren.
Wer darf fasten? Wer nicht?
Halbfastenkur: Morgenfasten, Trockentage.
Zitronen- und Traubenkur.
Die anderen Obstkuren.
Heilkräuter
Die Arznei wächst aus der Erde.
Wichtige Bestandteile der Heilpflanzen.
Anwendungsform der Heilkräuter.
Weitere Heilkräuter für Teefreunde.
Die Krankheiten und ihre Behandlung
Der neue Standpunkt
Heilkunde: eine Weltanschauung.
Was ist Krankheit? Zwei Beispiele.
Lebenskraft, Heilkraft; Reaktion, Erstverschlimmerung.
Heilreiz und Heilkrise: Homöopathie, „biologisches Grundgesetz“.
Lebenskraft und Heilpause.
Der Säftestrom. „Schlechtes Blut.“
Heilfieber, Heilentzündung.
Polarität. Der Zeitpunkt.
Selbstregelung und Eigengesetzlichkeit des Lebens.
Konstitution, Disposition: Veranlagung, Krankheitsbereitschaft.
Konstitution und Krankheiten
Die verschiedenen Konstitutionsstörungen.
Die lymphatische Konstitution oder verdeutscht: Schwäche und Krankheitsbereitschaft der Lymphdrüsenorgane
Die Skrofulose
Die ersudative Diathese oder verdeutscht: Die „entzündliche Ausschwitzung“ und Drüsenschwäche des Körpers
Konstitutionsstörungen des Blutes
Die harnsaure Diathese oder verdeutscht: Die Harnsäureüberlastung des Blutes
Die Dyshämie oder verdeutscht: Die Blutentartung
Die Blutarmut oder Anämie
Die Bleichsucht oder Chlorose
Weißblütigkeit oder Leukämie
Die hämorrhagische Diathese oder verdeutscht: Blutaustritte – Blutzerfall
Konstitutionsstörung der Drüsensäfte oder Entmischung der Drüsen mit innerer Sekretion
Störungen der Schilddrüse
Der Kropf
Basedowsche Krankheit
Schilddrüsenverkümmerung oder Myxödem
Störungen der Keimdrüsen
Die Hysterie
Knochenerweichung oder Spätrachitis
Störungen der Hirndrüsen
Die Zirbeldrüse oder die Epiphyse
Der Hirnanhang oder die Hypophyse
Störung der Nebennieren
Bronzekrankheit oder Addisonsche Krankheit
Störung der Bauchspeicheldrüse
Zuckerkrankheit oder Diabetes mellitus
Konstitutionsstörung der Nervenelemente
Die Nervenschwäche oder Neurasthenie
Die Fallsucht oder die Epilepsie
Störungen der Nervenleitung
Austauschleiden
Stoffwechselstörungen oder Grundleiden
Die Ernährungskrankheiten oder die Avitaminosen, die „Mangelkrankheiten“
Der Skorbut oder Scharbock
Die Rachitis oder die „Englische Krankheit“
Die Tuberkulose
Die chronische Verstopfung oder die „intestinale Stase“
Der Krebs oder das Karzinom
Weitere Geschwülste
Übergänge
„Gutartige Geschwülste“: Balggeschwülste
Systemerkrankungen
Krankheiten der Luftwege, Rachen-, Kehlkopf-, Lungenleiden
Rachenkatarrh
Kehlkopfkatarrh
Der Krupp oder die häutige Bräune
Luftröhrenkatarrh in seinen verschiedenen Formen als Bronchialkatarrh – Kapillare Bronchitis – Lungenerweiterung
Lungenentzündung oder Pneumonie
Rippenfellentzündung oder Pleuritis
Kreislaufstörungen des Herzens und der Gefäße
Gesundes und krankes Herz
Herzmuskelentzündung, Herzmuskelschwäche, Fettherz
Herzentzündung, Herzklappenfehler
Herzbeutelentzündung Herzbeutelwassersucht
Arterienverkalkung oder Arteriosklerose
Venenentzündung, Krampfadern Hämorrhoiden
Lymphgefäßentzündung, Lymphstauung
Krankheiten der Nieren und der Blase
Nierenentzündung, Schrumpfniere, Brightsche Nierenkrankheit
Stauungsniere, Speckniere, Nierensteine, Nierenbeckenentzündung
Die Wanderniere
Blasenkatarrh, Blasensteine, Blasengeschwülste
Blasenkrampf, Blasenschwäche, Bettnässen
Magen-Darmkrankheiten
Mund- und Zahnkrankheiten
Magenkatarrh, Magenkrämpfe, Appetitlosigkeit, Übersäurung
Darmkatarrh, Brechdurchfall, Darmkoliken
Die Blinddarmentzündung
Darmbrüche
Eingeweidewürmer: Bandwurm, Spulwurm, Madenwurm
Leber- und Gallenleiden, Stauungsleber, Leberschwellung
Schrumpfleber, Leberzirrhosee
Gallenblasenentzündung, Gelbsucht
Gallensteine, Gallenblaseneiterung
Die Erkrankung der Milz
Erkrankungen des Nervensystems
Die Hirnblutung
Die Gehirnentzündung
Der Kopfschmerz
Verletzungen des Rückenmarks
Rückenmarksentzündung, Spinale Kinderlähmung
Entzündung der Rückenmarkshäute
Nervenschwäche oder Neurasthenie, Hysterie
Die Infektionskrankheiten
Die Masern
Der Scharlach
Die Spitzpocken oder Windpocken
Die Pocken oder Blattern
Rachenbräune oder Diphtherie
Mandelentzündung oder Angina
Grippe oder Influenza
Der Keuchhusten
Mumps oder Ziegenpeter
Rose („Rotlauf“) oder Erysipel
Furunkel und Furunkulose
Die Ruhr oder Dysenterie
Unterleibstyphus oder „Nervenfieber“
Die Cholera
Die epidemische Genickstarre
Die spinale Kinderlähmung
Die Geschlechtskrankheiten
Frauen- und Kinderkrankheiten in unserer Einteilung
Die erste Hilfe
Was tust du?
Ohnmacht
Der Hitzschlag
Erhängen, Ersticken, Verschüttung
Vergiftungen durch den Mund und Magen
Verbrennungen
Das Erfrieren
Ertrinken
Fremdkörper im Auge
Verrenkungen, Verstauchungen
Knochenbrüche
Blutungen
Einfacher Wundverband
Die Hausapotheke
Kein Haushalt ohne Hausapotheke!
Die vermoderte Hausapotheke: Eine Gefahr.
Die geordnete Hausapotheke: Ein Nothelfer.
Verbandteil
Teeteil
Arzneiteil
Eine Tortenschaufel hast du …, hast du auch ein Thermometer??
Die besonderen Teemischungen unseres Buches
Schafft Naturheilparks!
Der Plan
Der Naturheilpark als Kurstätte und Gesundheitsschule.
Der neue Standpunkt in der Heilkunde.
Die neue Praxis: Schach dem Messer!
Die Natur als Arzt und Helfer!
Die Grundlagen der Naturheilkunde für die Praxis.
Die Verwirklichung
Der Naturheilpark: Die Anlage; das Lehmbad.
Gebirge oder See? Winterkuren! Vor der Stadt? Gesundheitserziehung!
Größe und Grundriss; Anlage und Bauten.
Lehmbad, Heilerden; Wannenbäder, Sandbad.
Ein Tag im Naturheilpark.
Naturheilkur ist zugleich Gesundheitsschule!
Winterkuren. Übergangszeiten.
Einwände und Antworten.
Wie viel Anhänger hat die Naturheilmethode?
Welche Kranke eignen sich für den Naturheilpark?
Ist vegetarische Ernährung unbedingt erforderlich?
Ist die Naturheilkur teuer oder billig?
Erst veracht' man's, dann verlacht man's … Schließlich macht man's!
Alphabetische Übersicht über die einzelnen Krankheiten und ihre Behandlung
Schlagwortregister
Verdeutschung einiger in der Heilkunde gebräuchlichen Fachausdrücke
Friedrich Wolf
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