
Der wackere Igel
An einem Frühlingstag lag der Igel Pilopex in einer Talmulde und sonnte sich, als der Biber Castor erregt auf ihn zukam und schon von weitem rief: „Herr Nachbar! Herr Nachbar! Der Fluss schwillt an! Die Fische berichten, im Oberlauf seien die Dämme gebrochen.“ Der Igel hob ein wenig die Nase, leckte sich das Maul und sprach: „Was geht mich das an?“ – „Kommen Sie schnell, Herr Nachbar, retten Sie meine Jungen, helfen Sie uns, Abflussgräben schaffen.“ Der Igel schnüffelte wieder und sprach darauf langsam: „Abflussgräben? Ich bin ein wackerer Igel Pilopex. Ich habe meine Stacheln; ich habe mein Kraut- und Mäusefeld; ich rolle mich zusammen, wenn etwas Unerquickliches draußen geschieht.“ – „Hören Sie nicht, Herr Nachbar, wie der Strom braust!“, drängte noch einmal der Biber, eh er davoneilte. „Was geht mich das an!“, brummte der Igel und rollte sich zusammen und streckte seine Stacheln aus. – Auf einmal spürte er etwas Kaltes und Nasses an seiner Haut. Er kugelte sich noch fester und drückte seine Augen energisch gegen seinen Nabel. Aber auch das half nichts. Es wurde immer kälter und nässer; jetzt wollte der Igel entlaufen; da schlug der Strom über ihm zusammen.
Das Eierschiff und andere Fabeln
Diese Fabeln nehmen Sie mit auf eine Reise in die Welt der Allegorien, wo Tiere und Menschen gleichermaßen die Abgründe und Höhen des Lebens erkunden. Sie bieten zeitlose Weisheiten und scharfsinnige Beobachtungen über Gesellschaft, Moral und das menschliche Verhalten. Lassen Sie sich von den Geschichten eines listigen Großhändlers, einer strukturierten Bienenkolonie, eines stolzen Igels und vieler weiterer faszinierender Charaktere verzaubern. Jede Fabel entlarvt mit einem Augenzwinkern die menschliche Natur und regt zum Nachdenken an. Perfekt für alle, die hinter den Schleiern des Alltags tieferes Verständnis und Unterhaltung suchen.
Beschreibung
Diese Fabeln nehmen Sie mit auf eine Reise in die Welt der Allegorien, wo Tiere und Menschen gleichermaßen die Abgründe und Höhen des Lebens erkunden. Sie bieten zeitlose Weisheiten und scharfsinnige Beobachtungen über Gesellschaft, Moral und das menschliche Verhalten. Lassen Sie sich von den Geschichten eines listigen Großhändlers, einer strukturierten Bienenkolonie, eines stolzen Igels und vieler weiterer faszinierender Charaktere verzaubern. Jede Fabel entlarvt mit einem Augenzwinkern die menschliche Natur und regt zum Nachdenken an. Perfekt für alle, die hinter den Schleiern des Alltags tieferes Verständnis und Unterhaltung suchen.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 04.11.8037 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 01.08.2024 |
| Seiten | 50 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-68912-170-9 |
| ISBN (PDF) | 978-3-68912-171-6 |
| ASIN (Kindle) | B0DBR1ZBZD |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
AbenteuerAllegorienBeziehungenErzählkunstFabelnGesellschaftHumorIntrigenPreistreiberKlassikerKonflikteLehrenMenschliche NaturMoralParabelnSatireTiereÜberlebenVerhaltensstudienWeisheitenZeitlosAllegorieKurzgeschichtenGesellschaftskritikLeseprobe
Der wackere Igel
An einem Frühlingstag lag der Igel Pilopex in einer Talmulde und sonnte sich, als der Biber Castor erregt auf ihn zukam und schon von weitem rief: „Herr Nachbar! Herr Nachbar! Der Fluss schwillt an! Die Fische berichten, im Oberlauf seien die Dämme gebrochen.“ Der Igel hob ein wenig die Nase, leckte sich das Maul und sprach: „Was geht mich das an?“ – „Kommen Sie schnell, Herr Nachbar, retten Sie meine Jungen, helfen Sie uns, Abflussgräben schaffen.“ Der Igel schnüffelte wieder und sprach darauf langsam: „Abflussgräben? Ich bin ein wackerer Igel Pilopex. Ich habe meine Stacheln; ich habe mein Kraut- und Mäusefeld; ich rolle mich zusammen, wenn etwas Unerquickliches draußen geschieht.“ – „Hören Sie nicht, Herr Nachbar, wie der Strom braust!“, drängte noch einmal der Biber, eh er davoneilte. „Was geht mich das an!“, brummte der Igel und rollte sich zusammen und streckte seine Stacheln aus. – Auf einmal spürte er etwas Kaltes und Nasses an seiner Haut. Er kugelte sich noch fester und drückte seine Augen energisch gegen seinen Nabel. Aber auch das half nichts. Es wurde immer kälter und nässer; jetzt wollte der Igel entlaufen; da schlug der Strom über ihm zusammen.
Inhaltsverzeichnis
Das Eierschiff
Die Ordnungsbienen
Der wackere Igel
Die Büffel und das Hunderudel
Der Hühnerkönig
Das Land
Der Weise aus dem Abendland
Der zwingende Grund
Das Gericht
Der Edelmarder
Die Gans und die Nachtigall
Die Befreiten
Die Rosen
Der alte Bussard
Der Wind und der Baum
Das Schlangennest
Messer und Brot
Friedrich Wolf
Weitere Bücher von Friedrich Wolf
Der neue Stern
Herbstliches Intermezzo
Das Heldenepos des Alten Bundes
Aus meinem Leben. Aus dem Lebenslauf eines Zeitdichters
Lilo Herrmann, die Studentin von Stuttgart.Ein biografisches Poem
Maxim Gorki, revolutionärer Romantiker und sozialistischer Realist





