
Die Wirkung, die jene famose Judenverfügung der Pétain-Clique in Marseille ausgelöst hatte, war für diese gradezu vernichtend.
Wir hatten Glück, dass wir noch an diesem Tag in Marseille waren und miterleben konnten, wie die Marseiller die stumpfsinnige Nazi-Idiotie in Grund und Boden lachen konnten. Denn schon am Tage darauf, dem dritten Tag des Erlasses der Verfügung, kam ein neuer Befehl des Präfekten: Die Judenschilder mussten aus den Schaufenstern der Magazine herausgenommen und es durften jetzt nur noch kleine Schildchen von bestimmter Größe innerhalb des Ladens angebracht werden! – Was aus diesen Schildchen wurde, weiß ich nicht.
Eines aber ist sicher: Marseille und die Marseiller hatten sich ihrer großen Vergangenheit würdig gezeigt. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit für jeden, der ein Menschenantlitz trägt, diese leuchtende Fahne der Menschheit hatten die Bürger von Marseille auch in jenen Januartagen 1941 bei der Verteidigung ihrer jüdischen Mitbürger – als es in drei Tagen in Marseille nur noch Juden gab – gegen die blöde Nazityrannei hochgehalten!
Die Juden von Marseille
In den düsteren Tagen des Jahres 1941, als die Schatten des Zweiten Weltkriegs über Europa hingen, erlebte die französische Stadt Marseille eine außergewöhnliche Episode des Widerstands und der Solidarität. "Die Juden von Marseille" erzählt die wahre Geschichte von Mut und Menschlichkeit in einer Zeit der Unterdrückung. Im KZ Les Milles interniert, beobachtet der Autor, wie die Einwohner von Marseille auf die diskriminierenden Anordnungen der Pétain-Regierung reagieren. Statt Angst und Hass zu verbreiten, bekämpfen die Marseiller die Nazi-Tyrannei mit Humor, Menschlichkeit und Zusammenhalt. Erleben Sie eine inspirierende Erzählung über die Kraft des Lachens und den unerschütterlichen Glauben an Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
Beschreibung
In den düsteren Tagen des Jahres 1941, als die Schatten des Zweiten Weltkriegs über Europa hingen, erlebte die französische Stadt Marseille eine außergewöhnliche Episode des Widerstands und der Solidarität. "Die Juden von Marseille" erzählt die wahre Geschichte von Mut und Menschlichkeit in einer Zeit der Unterdrückung. Im KZ Les Milles interniert, beobachtet der Autor, wie die Einwohner von Marseille auf die diskriminierenden Anordnungen der Pétain-Regierung reagieren. Statt Angst und Hass zu verbreiten, bekämpfen die Marseiller die Nazi-Tyrannei mit Humor, Menschlichkeit und Zusammenhalt. Erleben Sie eine inspirierende Erzählung über die Kraft des Lachens und den unerschütterlichen Glauben an Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 15342 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 01.08.2024 |
| Seiten | 8 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-68912-154-9 |
| ISBN (PDF) | 978-3-68912-155-6 |
| ASIN (Kindle) | B0DBJBFFH3 |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
Befreiendes LachenBrüderlichkeitFranzösische BevölkerungFreiheitGleichheitHoffnungHumorJudenverfolgungKonzentrationslagerKZ Les MillesMagasin JuifMarseilleMenschlichkeitMutNazi-TyranneiPétain-RegierungSolidaritätWiderstandZusammenhaltZweiter WeltkriegJudenLes MillesHumor als WiderstandFreiheitLeseprobe
Die Wirkung, die jene famose Judenverfügung der Pétain-Clique in Marseille ausgelöst hatte, war für diese gradezu vernichtend.
Wir hatten Glück, dass wir noch an diesem Tag in Marseille waren und miterleben konnten, wie die Marseiller die stumpfsinnige Nazi-Idiotie in Grund und Boden lachen konnten. Denn schon am Tage darauf, dem dritten Tag des Erlasses der Verfügung, kam ein neuer Befehl des Präfekten: Die Judenschilder mussten aus den Schaufenstern der Magazine herausgenommen und es durften jetzt nur noch kleine Schildchen von bestimmter Größe innerhalb des Ladens angebracht werden! – Was aus diesen Schildchen wurde, weiß ich nicht.
Eines aber ist sicher: Marseille und die Marseiller hatten sich ihrer großen Vergangenheit würdig gezeigt. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit für jeden, der ein Menschenantlitz trägt, diese leuchtende Fahne der Menschheit hatten die Bürger von Marseille auch in jenen Januartagen 1941 bei der Verteidigung ihrer jüdischen Mitbürger – als es in drei Tagen in Marseille nur noch Juden gab – gegen die blöde Nazityrannei hochgehalten!
Friedrich Wolf
Weitere Bücher von Friedrich Wolf
Aus meinem Leben. Aus dem Lebenslauf eines Zeitdichters
Lilo Herrmann, die Studentin von Stuttgart.Ein biografisches Poem
Maxim Gorki, revolutionärer Romantiker und sozialistischer Realist
Der Unbedingte - zwischen Wahn und Vision. Ein Schauspiel
Die schwarze Sonne - wenn Götzen stürzen. Fantastische Komödie mit Tanz und Gesang
Das bist du - eine Allegorie des Menschseins. Ein SchauspielÄhnliche Bücher
Grüne Glasscherben - Eine Kindheit im Norden
Die gläserne Fackel. Roman
Sein letzter Tag. Die letzten Stunden von Conrad Blenkle
Das Wunder von Leningrad
Gerda, das Nuschtchen
Einsam in Südwest. Tagebuchroman. Aus dem Nachlass des Eisenbahners Hermann Köppen, Beamter an der Strecke Swakopmund - Windhuk, Südwestafrika