
In deutschen Landen, hoch im Norden, lag einst das Herzogtum Mecklenburg. Vor langer, langer Zeit, Hunderte von Jahren sind seitdem vergangen, da ereignete sich in der Fürstenresidenz Schwerin gar Seltsames. Schier über Nacht erschien ein Poltergeist in der mittelalterlichen Stadt. Und ausgerechnet im Franziskanerkloster! Ein Teufelsgespenst bei den frommen Brüdern - wie sollte das wohl zugehen?
Es wurde gemunkelt, daß ihn die Mönche von einer Reise mitgebracht hätten. Ja, kann man denn einen Geist einfach mitbringen? Etwa wie ein Geburtstagsgeschenk in buntes Seidenpapier gewickelt mit einem rosa Schleifchen darum? Oder wie ein Hündchen an der Leine mitführen? Was mag nur geschehen sein?
Dem Schloss fast gegenüber, in einer Straße, die zum Burgsee führt und heute noch Klosterstraße heißt, befand sich damals das Kloster des Franziskanerordens. Wer nun glaubt, dass die Mönche darin Tag und Nacht beteten, oft fasteten, in graue Gewänder gehüllt und überaus ärmlich und bescheiden nur ihrem Gott lebten, wie sie einstmals gelobt, der irrt sich gewaltig. Das Kloster war reich, ihm gehörten Land und Häuser, es besaß viel Geld. Die Mönche lebten gut, sehr gut sogar. Sie schmausten nach Herzenslust, gingen in die Wirtshäuser, wo sie literweise Bier und Wein tranken, so dass sie dicke Bäuche und rote Nasen bekamen.
Über die Klosterbrüder wird nun berichtet, dass sie durch ein leichtfertiges Versprechen den "unsauberen Geist" nach Schwerin gebracht hätten. In einer alten Schrift können wir darüber lesen. Vieles aber blieb ein Geheimnis.
Vernehmen wir nun den wahrhaften Bericht von jenem Geist, genannt der Puck, welcher in das Schwerinsche Franziskaner-Kloster gelangte und später eine richtige Heimat in dem zauberhaften Schloß auf der Burginsel nahebei fand.
Petermännchen, der Poltergeist.
Wie gelangt ein Teufelsgespenst ins Franziskanerkloster zu den frommen Brüdern in die Landesresidenz Schwerin? Warum flieht es dann wieder und ausgerechnet ins Fürstenschloss auf der Burginsel?Eine episodenhafte Geschichte um die Entwicklung eines Poltergeistes vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert, ein Novum in der deutschen Kulturgeschichte. Ein freier und gerechtigkeitsliebender Poltergeist begibt sich um eines bunten, glöckchenbehangenen Röckchens willen bei den Mönchen des Schweriner Franziskanerklosters in Dienst. Er erkennt, dass er sich zum Knecht macht, verlässt die (vor der Reformation) gottlosen Mönche und zieht ins nahegelegene Schweriner Schloss. Hier erlebt er das Treiben am Herzogshofe, hilft den Bediensteten und wehrt sich gegen Ungerechtigkeiten. Die Menschen nennen den mutigen Poltergeist (oder ist es gar der Hofzwerg des Herzogs?) Petermännchen.Auf der Grundlage historischer Dokumente und Studien wird ein Stück mecklenburgische Geschichte vermittelt und die wahrscheinlich tatsächliche Entstehung einer Sagenfigur in unterhaltsamer Form geschildert. Mit Nachwort und Anhang (Faksimiledruck …
Beschreibung
Wie gelangt ein Teufelsgespenst ins Franziskanerkloster zu den frommen Brüdern in die Landesresidenz Schwerin? Warum flieht es dann wieder und ausgerechnet ins Fürstenschloss auf der Burginsel?
Eine episodenhafte Geschichte um die Entwicklung eines Poltergeistes vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert, ein Novum in der deutschen Kulturgeschichte. Ein freier und gerechtigkeitsliebender Poltergeist begibt sich um eines bunten, glöckchenbehangenen Röckchens willen bei den Mönchen des Schweriner Franziskanerklosters in Dienst. Er erkennt, dass er sich zum Knecht macht, verlässt die (vor der Reformation) gottlosen Mönche und zieht ins nahegelegene Schweriner Schloss. Hier erlebt er das Treiben am Herzogshofe, hilft den Bediensteten und wehrt sich gegen Ungerechtigkeiten. Die Menschen nennen den mutigen Poltergeist (oder ist es gar der Hofzwerg des Herzogs?) Petermännchen.
Auf der Grundlage historischer Dokumente und Studien wird ein Stück mecklenburgische Geschichte vermittelt und die wahrscheinlich tatsächliche Entstehung einer Sagenfigur in unterhaltsamer Form geschildert. Mit Nachwort und Anhang (Faksimiledruck der Berichte aus den Jahren 1559 und 1747, die der Geschichte zugrunde liegen).
hebei fand.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 01.01.1992 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 01.01.1992 |
| Seiten | 66 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-86394-034-8 |
| ISBN (PDF) | 978-3-86394-046-1 |
| ASIN (Kindle) | B00WY2NVO4 |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
SchwerinMecklenburgSchlossPetermännchenSchlossgeistDomKlosterSchweriner SeePoltergeistUnterirdische GängeSchutzgeistGroßherzogSagenSagengestaltBuckFranziskanerklosterRomane/ErzählungenMärchen und SagenMecklenburg-VorpommernFürstenschlossHerzogshofMittelalter19. JahrhundertepisodenhaftLeseprobe
In deutschen Landen, hoch im Norden, lag einst das Herzogtum Mecklenburg. Vor langer, langer Zeit, Hunderte von Jahren sind seitdem vergangen, da ereignete sich in der Fürstenresidenz Schwerin gar Seltsames. Schier über Nacht erschien ein Poltergeist in der mittelalterlichen Stadt. Und ausgerechnet im Franziskanerkloster! Ein Teufelsgespenst bei den frommen Brüdern - wie sollte das wohl zugehen?
Es wurde gemunkelt, daß ihn die Mönche von einer Reise mitgebracht hätten. Ja, kann man denn einen Geist einfach mitbringen? Etwa wie ein Geburtstagsgeschenk in buntes Seidenpapier gewickelt mit einem rosa Schleifchen darum? Oder wie ein Hündchen an der Leine mitführen? Was mag nur geschehen sein?
Dem Schloss fast gegenüber, in einer Straße, die zum Burgsee führt und heute noch Klosterstraße heißt, befand sich damals das Kloster des Franziskanerordens. Wer nun glaubt, dass die Mönche darin Tag und Nacht beteten, oft fasteten, in graue Gewänder gehüllt und überaus ärmlich und bescheiden nur ihrem Gott lebten, wie sie einstmals gelobt, der irrt sich gewaltig. Das Kloster war reich, ihm gehörten Land und Häuser, es besaß viel Geld. Die Mönche lebten gut, sehr gut sogar. Sie schmausten nach Herzenslust, gingen in die Wirtshäuser, wo sie literweise Bier und Wein tranken, so dass sie dicke Bäuche und rote Nasen bekamen.
Über die Klosterbrüder wird nun berichtet, dass sie durch ein leichtfertiges Versprechen den "unsauberen Geist" nach Schwerin gebracht hätten. In einer alten Schrift können wir darüber lesen. Vieles aber blieb ein Geheimnis.
Vernehmen wir nun den wahrhaften Bericht von jenem Geist, genannt der Puck, welcher in das Schwerinsche Franziskaner-Kloster gelangte und später eine richtige Heimat in dem zauberhaften Schloß auf der Burginsel nahebei fand.
Inhaltsverzeichnis
Wie Puck die Mönche foppt
Puck als Klosterknecht
Wie Puck einem Edelmann zum Paradies verhilft
Warum Puck das Kloster verlässt
Puck zieht ins Schloss
Puck erlebt eine bescheidene Fürstenhochzeit und erhält einen neuen Namen
Wie der Schlossgeist einen Feldherrn vertreibt
Aufregung im Schloss – Wer ist der Zwerg?
Ein unerhörtes Ereignis
Erika Borchardt
Weitere Bücher von Erika Borchardt
Petermännchen, der verwunschene Prinz.
Im Paradies des Verkehrsteufels. De Verkiehrsdüwel. Theaterstück
Das Geheimnis der Felsengrotte. Sagen aus Schwerin und Umgebung
Petermännchen will König werden. Seltsame Geschichten um seine Erlösung
Die schönsten Sagen und Geschichten vom Schweriner Schlossgeist Petermännchen
Erde, Blut und Rote Rüben. Petermännchen als Prophet – Weissagung und Wirklichkeit. Die schönsten Sagen vom Schweriner Schlossgeist Petermännchen, Teil 2Ähnliche Bücher
Petermännchen und der lügenhafte Langfinger. Ein geheimnisvoller Diebstahl im Schweriner Schloss
Petermännchen und die Nacht, als das Schloss brannte. Eine wahre Begebenheit und eine alte Sage
Petermännchen, der verwunschene Prinz.
Die magische Zeitreise nach 1650. Wie Kinder vor langer Zeit lebten
Petermännchen – Schlossgeist mit Witz. Das Faultier im Burggarten. Eine schallende Lektion.Die Schweriner Petermännchen-Comics, Band 1
Petermännchen und das verborgene Glück. Das rostige Schwert – Eine rostige Armspange als Lohn