
Die Werderstraße wurde in Etappen gebaut, der äußere Teil ist der älteste. Sie begann bis 1912 an der Amtstraße und führte von da nach Norden.
Aus einer normalen Straße wurde um 1770 eine in den Schelfwerder führende Promenade, auf beiden Seiten mit Linden bepflanzt. Bis 1825 waren nur Reiter und Kutschen zugelassen.
Der gesamte Straßenzug von der Amtstraße (Nr. 3) bis zum Beginn des Waldes, also auch Teile der heutigen Güstrower Straße, hieß von 1772 bis 1840 Werderallee. 1816 wurden Bürgersteigen in der Werderallee angelegt und die Linden von einer Straßenseite in den Schlossgarten versetzt.
Als 1840 die Arbeiten zur Schüttung des Paulsdammes begannen, wurde die Werderallee in Werderstraße umbenannt und nach der Pflasterung und dem Entfernen eines Teils der Bäume für den allgemeinen Verkehr freigegeben. Nun nahm die Bebauung sprunghaft zu (Nr. 5, 10, 7, 4).
1858 unterbreitete Demmler den Vorschlag, die Werderstraße bis zum Alten Garten zu verlängern. Der Magistrat lehnte ab, weil bei sehr hohen Kosten wenig Nutzen zu erwarten war. 1864 wurde der Teil vom Alten Garten zum Marstall zur besseren Verbindung von Schloss und Marstall ausgebaut und Annastraße genannt (Nr. 2, 8, 9). In der Zeit von 1908 bis 1912 führte man die Werderstraße doch bis an die Annastraße heran. Im Bereich zwischen dem Alten Garten und dem Marstall findet man vor allem meist nur von einer Familie bewohnte Villen, während im nördlichen Teil vorwiegend Mietskasernen stehen.
Die Bebauung des Mittelteils, der den Namen Alexandrastraße bekam, ging nur langsam voran. 1920 standen erst drei Häuser, 1930 waren es acht. Die Verbindung vom Alten Garten bis zum Güstrower Tor im Norden hieß von 1939 bis 1945 Graf-Heinrich-Straße, ab 1945 Werderstraße. Auf Grund der Entstehungsgeschichte beginnt die Nummerierung im Norden und endet am Alten Garten.
1841 erbaute Demmler in der Werderstraße 30 an der Ecke zur Hospitalstraße das Stadtkrankenhaus, das 1950 wesentlich erweitert wurde. Jetzt steht der Krankenhauskomplex leer.
Aus der CD-ROM "Schwerin auf historischen Ansichtskarten, Teil 1: Schwerin in den Grenzen von 1884" von Gisela Pekrul und Manfred Krieck, ISBN 978-3-931646-34-9
10 alte Ansichtskarten von Schwerin. Werderstraße und Umgebung
10 Reproduktionen alter Ansichtskarten von Schwerin um 1900:- Stadtkrankenhaus in der Werderstraße,- Werderstraße gegenüber der Dampferanlegestelle,- Hofseite der Amtstraße 19,- Das ehemalige Geschäft Wiese in der Werderstraße 41,- Noch unbebaute linke Seite der Werderstraße,- Restaurant Werdereck in der Werderstraße,- Werderstraße zwischen Marstall und Schloss (Annastraße),- Werderstraße Ecke Knaudtstraße.Dazu ein Einlageblatt mit Hinweisen zur Geschichte der Objekte.
Beschreibung
10 Reproduktionen alter Ansichtskarten von Schwerin um 1900:
- Stadtkrankenhaus in der Werderstraße,
- Werderstraße gegenüber der Dampferanlegestelle,
- Hofseite der Amtstraße 19,
- Das ehemalige Geschäft Wiese in der Werderstraße 41,
- Noch unbebaute linke Seite der Werderstraße,
- Restaurant Werdereck in der Werderstraße,
- Werderstraße zwischen Marstall und Schloss (Annastraße),
- Werderstraße Ecke Knaudtstraße.
Dazu ein Einlageblatt mit Hinweisen zur Geschichte der Objekte.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 21.04.2011 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 21.04.2011 |
| Seiten | 11 |
| ISBN (Print) | 978-3-86394-153-6 |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
PostkarteWerderstraßeAnsichtskarteAmtstraßeGeschichteSchwerinKrankenhausAnsichtskartenhistorische AnsichtskartenStadtkrankenhausRestaurant WerdereckGeschäft WieseAnnastraßeKnaudtstraßeStadtgeschichteArchitekturPostkarten-ReproduktionLeseprobe
Die Werderstraße wurde in Etappen gebaut, der äußere Teil ist der älteste. Sie begann bis 1912 an der Amtstraße und führte von da nach Norden.
Aus einer normalen Straße wurde um 1770 eine in den Schelfwerder führende Promenade, auf beiden Seiten mit Linden bepflanzt. Bis 1825 waren nur Reiter und Kutschen zugelassen.
Der gesamte Straßenzug von der Amtstraße (Nr. 3) bis zum Beginn des Waldes, also auch Teile der heutigen Güstrower Straße, hieß von 1772 bis 1840 Werderallee. 1816 wurden Bürgersteigen in der Werderallee angelegt und die Linden von einer Straßenseite in den Schlossgarten versetzt.
Als 1840 die Arbeiten zur Schüttung des Paulsdammes begannen, wurde die Werderallee in Werderstraße umbenannt und nach der Pflasterung und dem Entfernen eines Teils der Bäume für den allgemeinen Verkehr freigegeben. Nun nahm die Bebauung sprunghaft zu (Nr. 5, 10, 7, 4).
1858 unterbreitete Demmler den Vorschlag, die Werderstraße bis zum Alten Garten zu verlängern. Der Magistrat lehnte ab, weil bei sehr hohen Kosten wenig Nutzen zu erwarten war. 1864 wurde der Teil vom Alten Garten zum Marstall zur besseren Verbindung von Schloss und Marstall ausgebaut und Annastraße genannt (Nr. 2, 8, 9). In der Zeit von 1908 bis 1912 führte man die Werderstraße doch bis an die Annastraße heran. Im Bereich zwischen dem Alten Garten und dem Marstall findet man vor allem meist nur von einer Familie bewohnte Villen, während im nördlichen Teil vorwiegend Mietskasernen stehen.
Die Bebauung des Mittelteils, der den Namen Alexandrastraße bekam, ging nur langsam voran. 1920 standen erst drei Häuser, 1930 waren es acht. Die Verbindung vom Alten Garten bis zum Güstrower Tor im Norden hieß von 1939 bis 1945 Graf-Heinrich-Straße, ab 1945 Werderstraße. Auf Grund der Entstehungsgeschichte beginnt die Nummerierung im Norden und endet am Alten Garten.
1841 erbaute Demmler in der Werderstraße 30 an der Ecke zur Hospitalstraße das Stadtkrankenhaus, das 1950 wesentlich erweitert wurde. Jetzt steht der Krankenhauskomplex leer.
Aus der CD-ROM "Schwerin auf historischen Ansichtskarten, Teil 1: Schwerin in den Grenzen von 1884" von Gisela Pekrul und Manfred Krieck, ISBN 978-3-931646-34-9
Gisela Pekrul
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