
Das kleine Mädchen kam von einer Freundin. Dort hatten sie gespielt: auf dem Grünplatz vor den neuen Häusern.
Der Bruder der Freundin hatte den Mädchen sein gelbes Zelt aufgeschlagen. Wenn die Sonne darauf schien, war es innen in dem gelben Zelt noch viel gelber. Und als dann die Regenhusche gekommen war, sahen die grünen Grasbetten der Puppen ganz braun aus. Nach dem Regen fing draußen vor dem Zelt ein Geschrei an. Das waren Jungen.
Sie tanzten barfuß in den Pfützen. Sie schrien, sie wären fliegende Fische und Puppenräuber. Als eine Frau vorbeiging und mit den Bengels schimpfte, flogen die fliegenden Fische auf die Klopfstange. Da oben lauerten sie auf ihre Beute. Aber auf einmal waren sie verschwunden.
Nun ging das kleine Mädchen ganz allein mit ihrer Puppe nach Hause. Und einer von den fliegenden Fischen und Puppenräubern verfolgte sie. Ein krausköpfiger mit gestreiftem Nicki. Manchmal überholte er sie. Dann steckte er zwei Finger in den Mund und zog den Mund so breit wie ein Fischmaul. Dem kleinen Mädchen klopfte das Herz vor Bangigkeit. Es hielt die Puppe so fest im Arm, dass ihr der Arm schon wehtat.
Das kleine Mädchen und der fliegende Fisch
Der „fliegende Fisch“ ist in Wirklichkeit ein kleiner krausköpfiger Junge mit einem gestreiften Nicki, der von sich behauptet, ein Puppenräuber zu sein. Er verfolgt das kleine Mädchen und seine Puppe, die auf dem Wege nach Hause sind. Das Mädchen hat große Angst. Der „fliegende Fisch“ überholt sie zuweilen, zerrt mit zwei Fingern seinen Mund so breit, dass er einem Fischmaul sehr ähnlich wird. Ganz scheußlich sieht das aus. Was hat er im Sinn? Das kleine Mädchen fasst sich ein Herz. Es will stärker sein als die Angst. Da geschieht etwas Seltsames, aber auch etwas sehr Schönes.
Beschreibung
Der „fliegende Fisch“ ist in Wirklichkeit ein kleiner krausköpfiger Junge mit einem gestreiften Nicki, der von sich behauptet, ein Puppenräuber zu sein. Er verfolgt das kleine Mädchen und seine Puppe, die auf dem Wege nach Hause sind. Das Mädchen hat große Angst. Der „fliegende Fisch“ überholt sie zuweilen, zerrt mit zwei Fingern seinen Mund so breit, dass er einem Fischmaul sehr ähnlich wird. Ganz scheußlich sieht das aus. Was hat er im Sinn? Das kleine Mädchen fasst sich ein Herz. Es will stärker sein als die Angst. Da geschieht etwas Seltsames, aber auch etwas sehr Schönes.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 01.01.1978 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 21.06.2015 |
| Seiten | 14 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-95655-262-5 |
| ISBN (PDF) | 978-3-95655-263-2 |
| ASIN (Kindle) | B0104EHB94 |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
MädchenAngstJungenbandeMutFantasiePuppeKinderfliegender FischPuppenräuberkleines MädchenVerfolgungKinderspielLeseanfängerKinderbuch4-8 JahreLeseprobe
Das kleine Mädchen kam von einer Freundin. Dort hatten sie gespielt: auf dem Grünplatz vor den neuen Häusern.
Der Bruder der Freundin hatte den Mädchen sein gelbes Zelt aufgeschlagen. Wenn die Sonne darauf schien, war es innen in dem gelben Zelt noch viel gelber. Und als dann die Regenhusche gekommen war, sahen die grünen Grasbetten der Puppen ganz braun aus. Nach dem Regen fing draußen vor dem Zelt ein Geschrei an. Das waren Jungen.
Sie tanzten barfuß in den Pfützen. Sie schrien, sie wären fliegende Fische und Puppenräuber. Als eine Frau vorbeiging und mit den Bengels schimpfte, flogen die fliegenden Fische auf die Klopfstange. Da oben lauerten sie auf ihre Beute. Aber auf einmal waren sie verschwunden.
Nun ging das kleine Mädchen ganz allein mit ihrer Puppe nach Hause. Und einer von den fliegenden Fischen und Puppenräubern verfolgte sie. Ein krausköpfiger mit gestreiftem Nicki. Manchmal überholte er sie. Dann steckte er zwei Finger in den Mund und zog den Mund so breit wie ein Fischmaul. Dem kleinen Mädchen klopfte das Herz vor Bangigkeit. Es hielt die Puppe so fest im Arm, dass ihr der Arm schon wehtat.
Max Walter Schulz
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