
Streiten wir um die Ehr?“ – „Streit um deinen Kopf, beißiger Hund!“ – „Friss ihn!“, steht der Ortemburg unbedeckt dem blanken hochzitternden Schwert, „die schwarze Schärp hier um meinen Koller trug mein Bruder Karl; ich rannte ihm die Lanze durch den Hals, meiner Mutter Sohn, auf dein Wort! Schwaben fielen durch Schwabenspieße, auf dein Wort, Brüder und Söhn alle, auf dein Wort, Vater Frundsberg!“ – Dem Alten schwellen die Adern wie Stricke, sein Kopf purpur, sein Graubart gehorstet: „Marschieren!“, schreit er über sein Regiment, das er dreißig Jahre durch Frankreich, die Lombardei, über die Alpen und in Schwaben geführt. „Marschieren!“, brüllt er, als gelt es Leben und Werk! – „Wohin?“, fragt zögernd Schärtlin, sein Landsmann. „Wohin?“, murrt zum ersten Mal die Frag die Lanzengemeinde. – Frundsberg, der Vater, er hebt sein nacktes Schwert, will er dreinhauen … beten … Hilfe schrein? Blutrot quillt sein Haupt. Er stürzt.
Frundsbergs letzte Stunde
Friedrich Wolf ist ein Meister der dramatischen und emotional aufgeladenen Prosa. Ob in historischen Szenen voller Spannung und Machtkämpfe oder in den bewegenden Momenten des individuellen Schicksals – Wolf erweckt vergangene Zeiten auf kraftvolle Weise zum Leben. In Geschichten wie "Frundsbergs letzte Stunde" entführt er den Leser in die letzten Momente des legendären Landsknechtsführers Georg von Frundsberg, einem Mann, der zwischen Loyalität und innerem Konflikt zerrissen ist. Wolf lässt Geschichte lebendig werden, indem er menschliche Schwächen, Mut und den unaufhaltsamen Lauf des Schicksals in einem packenden Erzählstil verwebt. Diese Erzählung ist eine faszinierende Entdeckungsreise in die Tiefen des menschlichen Daseins und der historischen Wendepunkte.
Beschreibung
Friedrich Wolf ist ein Meister der dramatischen und emotional aufgeladenen Prosa. Ob in historischen Szenen voller Spannung und Machtkämpfe oder in den bewegenden Momenten des individuellen Schicksals – Wolf erweckt vergangene Zeiten auf kraftvolle Weise zum Leben. In Geschichten wie "Frundsbergs letzte Stunde" entführt er den Leser in die letzten Momente des legendären Landsknechtsführers Georg von Frundsberg, einem Mann, der zwischen Loyalität und innerem Konflikt zerrissen ist. Wolf lässt Geschichte lebendig werden, indem er menschliche Schwächen, Mut und den unaufhaltsamen Lauf des Schicksals in einem packenden Erzählstil verwebt. Diese Erzählung ist eine faszinierende Entdeckungsreise in die Tiefen des menschlichen Daseins und der historischen Wendepunkte.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 04.11.9133 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 17.09.2024 |
| Seiten | 12 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-68912-226-3 |
| ISBN (PDF) | 978-3-68912-227-0 |
| ASIN (Kindle) | B0DGYZH45S |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
DramatikEhreGeorg FrundsbergHeldentumHistorische ErzählungKaiserreichKonfliktKriegLandsknechteLoyalitätMachtkampfMenschlichkeitMilitärführungMittelalterRomzugSchicksalSoldatenlebenSterbenTaktikVerratGeorg von FrundsbergFrundsbergLandsknechtsführerSchwabenLeseprobe
Streiten wir um die Ehr?“ – „Streit um deinen Kopf, beißiger Hund!“ – „Friss ihn!“, steht der Ortemburg unbedeckt dem blanken hochzitternden Schwert, „die schwarze Schärp hier um meinen Koller trug mein Bruder Karl; ich rannte ihm die Lanze durch den Hals, meiner Mutter Sohn, auf dein Wort! Schwaben fielen durch Schwabenspieße, auf dein Wort, Brüder und Söhn alle, auf dein Wort, Vater Frundsberg!“ – Dem Alten schwellen die Adern wie Stricke, sein Kopf purpur, sein Graubart gehorstet: „Marschieren!“, schreit er über sein Regiment, das er dreißig Jahre durch Frankreich, die Lombardei, über die Alpen und in Schwaben geführt. „Marschieren!“, brüllt er, als gelt es Leben und Werk! – „Wohin?“, fragt zögernd Schärtlin, sein Landsmann. „Wohin?“, murrt zum ersten Mal die Frag die Lanzengemeinde. – Frundsberg, der Vater, er hebt sein nacktes Schwert, will er dreinhauen … beten … Hilfe schrein? Blutrot quillt sein Haupt. Er stürzt.
Friedrich Wolf
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