
Es war an einem heißen Julitag. Ein wunderbares Wetter für das erste Heu. Kostja mähte hinter dem Haus die Wiese. Die Frau kochte drinnen Schweinefutter. Die Kinder spielten wie immer auf dem Hof. Die Bäuerin hörte die fröhlich erregten Stimmen ihres Peter und Hansl, die mit den Nachbarsbuben „Russenjagd“ spielten. Die Hühner gackerten erregt, und die Enten schnatterten, als sei ein Habicht über ihnen. Aber Frau Anna konnte nicht vom Kochkessel. Zudem, was war ja schon an dem „Russenspiel“ …
Plötzlich wurde es still. Auf einmal prasselte und fauchte es so seltsam. Die Frau lief zur Tür. Sie fiel fast um vor Schreck.
Das Russendorf
Im Schatten des Zweiten Weltkriegs, auf einem abgelegenen Bauernhof im Herzen Deutschlands, kämpfen nicht nur Soldaten an der Front, sondern auch die zurückgebliebenen Frauen und Kinder um ihren Alltag. Friedrich Wolfs "Das Russendorf" erzählt die berührende und zugleich erschütternde Geschichte von Anna Küfer, die gemeinsam mit dem russischen Kriegsgefangenen Kostja versucht, das Überleben ihrer Familie und ihres Hofs zu sichern. Doch der Krieg hinterlässt tiefe Spuren, nicht nur bei den Erwachsenen, sondern auch bei den unschuldigen Kindern, die in den brutalen Ideologien aufwachsen. Ein packendes, zeitloses Werk, das die Schrecken des Krieges und die Zerbrechlichkeit der Menschlichkeit eindrucksvoll schildert.
Beschreibung
Im Schatten des Zweiten Weltkriegs, auf einem abgelegenen Bauernhof im Herzen Deutschlands, kämpfen nicht nur Soldaten an der Front, sondern auch die zurückgebliebenen Frauen und Kinder um ihren Alltag. Friedrich Wolfs "Das Russendorf" erzählt die berührende und zugleich erschütternde Geschichte von Anna Küfer, die gemeinsam mit dem russischen Kriegsgefangenen Kostja versucht, das Überleben ihrer Familie und ihres Hofs zu sichern. Doch der Krieg hinterlässt tiefe Spuren, nicht nur bei den Erwachsenen, sondern auch bei den unschuldigen Kindern, die in den brutalen Ideologien aufwachsen. Ein packendes, zeitloses Werk, das die Schrecken des Krieges und die Zerbrechlichkeit der Menschlichkeit eindrucksvoll schildert.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 15342 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 06.09.2024 |
| Seiten | 11 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-68912-200-3 |
| ISBN (PDF) | 978-3-68912-201-0 |
| ASIN (Kindle) | B0DFYZ95GZ |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
BauernhofBrandstiftungFamilienlebenFrontheimkehrHoffnungKinder und KriegKindheit im KriegKriegserfahrungKriegsgefangeneKriegstraumaMenschliche WürdeMenschlichkeitMoralischer KonfliktNazi-IdeologieOstfrontÜberlebenVerlustZerrissenheitZerstörungZweiter Weltkriegrussischer KriegsgefangenerAnna KüferKostjaFrauen im KriegLeseprobe
Es war an einem heißen Julitag. Ein wunderbares Wetter für das erste Heu. Kostja mähte hinter dem Haus die Wiese. Die Frau kochte drinnen Schweinefutter. Die Kinder spielten wie immer auf dem Hof. Die Bäuerin hörte die fröhlich erregten Stimmen ihres Peter und Hansl, die mit den Nachbarsbuben „Russenjagd“ spielten. Die Hühner gackerten erregt, und die Enten schnatterten, als sei ein Habicht über ihnen. Aber Frau Anna konnte nicht vom Kochkessel. Zudem, was war ja schon an dem „Russenspiel“ …
Plötzlich wurde es still. Auf einmal prasselte und fauchte es so seltsam. Die Frau lief zur Tür. Sie fiel fast um vor Schreck.
Friedrich Wolf
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