
Man sieht fern am schon dunkelnden Himmel eine sich wiegende, silberne Welle. Die Welle zittert gleich einer bebenden Schwinge. Sie wächst. Der rote Perpendikel zählt schneller, höher, überschlägt sich. Das Locken wird zu einem hymnenartigen Ruf, steigt plötzlich in chromatischen Läufen zu einem scharf punktierten Tanztakt hinan. Ein rotes Rad dreht sich fiebernd in der braungoldenen Luft. Es rauscht ein Gesang von Flügeln gleich einer Huldigung. Ein glitzernder Ball steht über des Königs Haupt.
Mit einem einzigen Ruck stößt er den Arm senkrecht hoch. Breit saust ein roter Reifen über alle Kamine, Drähte und Firsten, waagerecht hin um den silbernen Schwarm; der muss mit in dem Kreisen als Achse und als Speiche.
Taubenkönig
In einer pulsierenden Stadt, zwischen Fabrikschloten und endlosen Reihen von Häusern, erhebt sich der Taubenkönig – ein stiller, doch faszinierender Beobachter der urbanen Welt. Mit einer mysteriösen und fast majestätischen Gelassenheit führt der junge Mann seine Tauben in einem harmonischen Tanz durch den Himmel. Der Pfiff des Taubenkönigs weckt nicht nur das schlafende Stadtvolk, sondern entfacht auch die unerzählte Magie eines stillen Wettstreits zwischen den geflügelten Herrschern der Lüfte: den Tauben und den Spatzen.Friedrich Wolfs poetische Erzählung „Taubenkönig“ ist eine poetische Fabel über Freiheit, Natur und das stille Regieren über ein Königreich aus Federn und Wind. Der Protagonist, mit seinen achtzehn Jahren, steht in starkem Kontrast zur umgebenden Welt – ein Symbol für Reinheit und Verbundenheit mit der Natur.
Beschreibung
In einer pulsierenden Stadt, zwischen Fabrikschloten und endlosen Reihen von Häusern, erhebt sich der Taubenkönig – ein stiller, doch faszinierender Beobachter der urbanen Welt. Mit einer mysteriösen und fast majestätischen Gelassenheit führt der junge Mann seine Tauben in einem harmonischen Tanz durch den Himmel. Der Pfiff des Taubenkönigs weckt nicht nur das schlafende Stadtvolk, sondern entfacht auch die unerzählte Magie eines stillen Wettstreits zwischen den geflügelten Herrschern der Lüfte: den Tauben und den Spatzen.
Friedrich Wolfs poetische Erzählung „Taubenkönig“ ist eine poetische Fabel über Freiheit, Natur und das stille Regieren über ein Königreich aus Federn und Wind. Der Protagonist, mit seinen achtzehn Jahren, steht in starkem Kontrast zur umgebenden Welt – ein Symbol für Reinheit und Verbundenheit mit der Natur.
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 13.09.2024 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 13.09.2024 |
| Seiten | 13 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-68912-220-1 |
| ISBN (PDF) | 978-3-68912-221-8 |
| ASIN (Kindle) | B0DCN2WM64 |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
Federn und WindFreiheit und HarmonieHimmelstänzerHuldigung der NaturInnerer FriedenJunge WeisheitLuftige SymphonienMajestätische RuheNaturverbundenheitPoetische ErzählungSpatzenTaubenStadtpoesieStadttiereStille MagieSymbol der ReinheitTaubenkönigUnsichtbare KönigreicheUnsichtbare ThroneUrbanes MärchenVogelherrscherStadtVögelFabelLeseprobe
Man sieht fern am schon dunkelnden Himmel eine sich wiegende, silberne Welle. Die Welle zittert gleich einer bebenden Schwinge. Sie wächst. Der rote Perpendikel zählt schneller, höher, überschlägt sich. Das Locken wird zu einem hymnenartigen Ruf, steigt plötzlich in chromatischen Läufen zu einem scharf punktierten Tanztakt hinan. Ein rotes Rad dreht sich fiebernd in der braungoldenen Luft. Es rauscht ein Gesang von Flügeln gleich einer Huldigung. Ein glitzernder Ball steht über des Königs Haupt.
Mit einem einzigen Ruck stößt er den Arm senkrecht hoch. Breit saust ein roter Reifen über alle Kamine, Drähte und Firsten, waagerecht hin um den silbernen Schwarm; der muss mit in dem Kreisen als Achse und als Speiche.
Friedrich Wolf
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