
1. Alter Garten/ Museumstreppe
Wir beginnen unsere Wanderung durch das geheimnisvolle Schwerin hoch oben auf der Museumstreppe am Alten Garten. Hier haben wir einen wunderschönen Rundblick, auf das prächtige Neo-Renaissance-Theater, das altehrwürdige Prinzenpalais (auch Alexandrinenpalais genannt), das Kollegiengebäude (Residenz des Ministerpräsidenten unseres Bundeslandes), auf den Burgsee und dahinter den Schlossgarten, schließlich auf den Schweriner See (der drittgrößte in Deutschland) mit seinem Hafen und den Passagier-Schiffen. Im Verein mit dem ehrwürdigen Museum, das einem antiken Tempel ähnelt, umrahmen sie alle den großen Platz mit der hoch aufragenden Siegessäule vor uns und dem etwas seltsamen Namen Alter Garten. Das Schloss auf der Burginsel zieht unsere Blicke von Anfang an auf sich, zu Recht, hier sind wir beim Ursprung Schwerins. Und der ersten der Geheimnis umwobenen Stätten bei unserer Wanderung. Schwerin ist zwar die älteste Stadt Mecklenburgs, 1160 gegründet. Auf der Insel aber befand sich einst eine mit Erdwällen und Palisaden befestigte Burg, und die war noch zwei, drei Jahrhunderte älter. Das Schloss steht auf ihren Resten. Und ganz, ganz natürlich gab es und gibt es in solch alten Gemäuern einen Schlossgeist. Die Schweriner nennen ihn Petermännchen.
Mehr als tausend Jahre alt soll der Schlossgeist sein, manche Leute meinten sogar, das Petermännchen wäre für die Menschen, die hier schon vor zweitausend Jahren lebten, der Lichtgott gewesen. Vieles Andere wird über seine Herkunft gemutmaßt.
Eine Sage ist überliefert, wonach das Petermännchen ein verwunschener Prinz ist. Wir führen das in jene Zeit zurück, da auf der Insel die Burg stand. Schwerin, damals Zuarin (Tiergehege) genannt, bestand wahrscheinlich aus der Burg auf der Insel, einer Vorburg etwa an der Stelle des heutigen Alten Gartens und einem Tempel auf der kleinen Anhöhe, wo jetzt der Dom steht. Alles andere war Morast, Wald, Wiese oder Acker.
Das sagenhafte Schwerin. ... anders entdecken
Vielleicht mögen Sie Schwerin einmal anders entdecken als in der üblichen Art. Wie wär`s, sie zusammen mit den Kindern oder Enkeln oder mit Ihren Gästen oder Gastgebern zu durchwandern? Dieses Büchlein begleitet Sie zu 26 Stätten in der Stadt, zum Schloss und dem ehemaligen Kloster, zum Dom und dem Pfaffenteich, zum Alten Friedhof und dem Ziegelsee, zur Insel Kaninchenwerder und nach Krebsförden Dorf bis hin zur Mueßer Bucht. Es verbindet dabei aber Sehenswertes mit Sagenhaftem.Schwerin ist mit bald 850 Jahren die älteste Stadt Mecklenburgs. Nicht sehr groß, besitzt sie doch zahlreiche sehens- und erlebenswerte Stätten, Seen inmitten der Stadt und um sie herum; auf einer Insel das Schloss, dessen Einzelbauten aus fünf verschiedenen Jahrhunderten stammen; auf dem Schlachtermarkt einen Brunnen zu einem der längsten Lieder der Welt; eine bedeutende Gemäldegalerie; das weithin anerkannte Staatstheater; am Rande der Stadt zwei Dorfmuseen; Plätze und Parks zum Spielen, …
Beschreibung
Vielleicht mögen Sie Schwerin einmal anders entdecken als in der üblichen Art. Wie wär`s, sie zusammen mit den Kindern oder Enkeln oder mit Ihren Gästen oder Gastgebern zu durchwandern? Dieses Büchlein begleitet Sie zu 26 Stätten in der Stadt, zum Schloss und dem ehemaligen Kloster, zum Dom und dem Pfaffenteich, zum Alten Friedhof und dem Ziegelsee, zur Insel Kaninchenwerder und nach Krebsförden Dorf bis hin zur Mueßer Bucht. Es verbindet dabei aber Sehenswertes mit Sagenhaftem.
Schwerin ist mit bald 850 Jahren die älteste Stadt Mecklenburgs. Nicht sehr groß, besitzt sie doch zahlreiche sehens- und erlebenswerte Stätten, Seen inmitten der Stadt und um sie herum; auf einer Insel das Schloss, dessen Einzelbauten aus fünf verschiedenen Jahrhunderten stammen; auf dem Schlachtermarkt einen Brunnen zu einem der längsten Lieder der Welt; eine bedeutende Gemäldegalerie; das weithin anerkannte Staatstheater; am Rande der Stadt zwei Dorfmuseen; Plätze und Parks zum Spielen, Bummeln und Träumen.
Dieses Buch will Sie anregen, zu jenen Stätten zu wandern, an denen vor vielen Jahren Sagenhaftes geschah – und manchmal noch geschieht… Mit Hilfe der Sagen können Sie dies in der Fantasie an den jeweiligen Orten miterleben. Sie werden erkennen: Hier waltet ein einzigartiger Geist, eine Sagengestalt mit so vielen Eigenschaften, wie sie keine andere Figur der deutschen Geistergeschichte aufweist: Der Schlossgeist Petermännchen. Und: Bei uns spukt zwar kein Nessi im Schweriner See, aber ein mindestens ebenso großes und ganz liebes Ungeheuer. Wir haben einen geheimnisvollen Schimmelreiter auf der Schelfe, einen wilden Jäger im Mueßer Wald, einen Mann ohne Kopf in Krebsförden und andere Sagengestalten.
Unser Wanderführer leitet Sie nicht allein von einem Gebäude oder Platz zum nächsten, so schön sie auch immer sein mögen, sondern er führt Sie ebenso entlang der Seen, zu Naturbadestellen und Inseln, in zwei Stadtteile, die noch Dorf sind. Weil auch dort Sagenhaftes geschah.
Kurze Erläuterungen zu den Sagenorten und Sagen weisen auf Besonderheiten hin, auf Zusammenhänge auch mit der so reichen Vergangenheit. Das Buch enthält Vorschläge für die Wanderungen. Die Schweriner werden (mit ihren Gästen) aber auch sicher eigene Wege zu den Sagenorten nehmen. Auf jeden Fall ist ein Liniennetzplan des Nahverkehrs beigefügt.
Viel Vergnügen beim (Neu)Entdecken!
Inhalt:
Alter Garten / Museumstreppe , Der teuflische Fluch des Priesters , Schlossbrücke , Der Trompetenbläser, Ein Graubart erzählt, Ein derber Denkzettel für den Raufbold , Hauptportal , Das rostige Schwert, Der faule Soldat, Der steinerne Zwerg , Kastanienbaum , Der geschwätzige Prahlhans, Von einem gutmütigen Soldaten , Teepavillon , Das Schloss unter Wasser, Der geheimnisvolle Zwerg , Schlosskirche , Felsengrotte , Das Geheimnis der Felsengrotte , Orangerie , Der Polizist und das Petermännchen, Der berauschte Nachtwächter , Schlossgarten , Wie der kleine Schlossgeist einen großen Feldherrn, vertrieb, Wie Petermännchen General Laval und seine Leute, peinigte , Drehbrücke vom Schlossgarten zum Schloss , Alter Garten / Siegessäule , Der schwebende Geist, Blut im Rinnstein, Erde, Blut und rote Rüben , Staatskanzlei , Der Poltergeist Puck, Petermännchen pustet die Laterne aus, Die teuflische Dachluke , Schlachtermarkt , Das längste Lied der Welt? , Dom , Was treibt den Schlossgeist in den Dom?, Die grüne Glocke , Schelfkirche , Der Schimmelreiter auf der Schelfe, Das Huhn und der Karpfen , Pfaffenteich , Neckerei am Waschtag, Eine kleine unscheinbare Büste , Ziegelsee , Ein Zimmermädchen wird belohnt, Ein langer Bart bringt Erlösung , Grunthal-Platz am Hauptbahnhof , Die Nackedeis am Brunnen , Zippendorf , Die Stimme aus dem See, Ein Sandfahrer sieht das alte Schwerin, Die Glocken von Schwerin , Kaninchenwerder - die Lindwurminsel , Das Feuerloch im See, Ein Goldstück zuviel, Der habgierige Fischer, Der Fischer auf dem Lindwurm, Das Reiterhorn, Der Grabstein im See , Wald von Zippendorf nach Mueß , Ein schelmischer Bauer narrt den Wilden Jäger , Volkskundemuseum Schwerin-Mueß , Frau Wode in der Spinnstube , Reppiner Burg , Tod in der Nordsee , Fähre Mueß / Raben Steinfeld , Der Auszug der Unterirdischen aus Mecklenburg, Die goldene Wiege , Alter Friedhof , Das Gerippe vom Galgenberg , Krebsförden Dorf , Das Geldfeuer, Der Mann ohne Kopf ,
Bibliografische Angaben
| Erstveröffentlichung | 02.01.2006 |
|---|---|
| E-Book-Ausgabe | 02.01.2006 |
| Seiten | 143 |
| ISBN (EPUB) | 978-3-931646-80-6 |
| ISBN (PDF) | 978-3-931646-67-7 |
| ASIN (Kindle) | B00WY063SW |
| Verlag | EDITION digital |
| Sprache | deutsch |
Schlagwörter
Mecklenburg-VorpommernWanderrouteSchwerinPetermännchenSchlossgeistSchlossSchlosskircheDomKlosterPfaffenteichSchweriner SeePoltergeistUnterirdische GängePrinzSchatzkammerSchutzgeistWilde JagdWallensteinSchimmelreiterSchelfstadtOstorfKrebsfördenGeneral LavalGroßherzogLeseprobe
1. Alter Garten/ Museumstreppe
Wir beginnen unsere Wanderung durch das geheimnisvolle Schwerin hoch oben auf der Museumstreppe am Alten Garten. Hier haben wir einen wunderschönen Rundblick, auf das prächtige Neo-Renaissance-Theater, das altehrwürdige Prinzenpalais (auch Alexandrinenpalais genannt), das Kollegiengebäude (Residenz des Ministerpräsidenten unseres Bundeslandes), auf den Burgsee und dahinter den Schlossgarten, schließlich auf den Schweriner See (der drittgrößte in Deutschland) mit seinem Hafen und den Passagier-Schiffen. Im Verein mit dem ehrwürdigen Museum, das einem antiken Tempel ähnelt, umrahmen sie alle den großen Platz mit der hoch aufragenden Siegessäule vor uns und dem etwas seltsamen Namen Alter Garten. Das Schloss auf der Burginsel zieht unsere Blicke von Anfang an auf sich, zu Recht, hier sind wir beim Ursprung Schwerins. Und der ersten der Geheimnis umwobenen Stätten bei unserer Wanderung. Schwerin ist zwar die älteste Stadt Mecklenburgs, 1160 gegründet. Auf der Insel aber befand sich einst eine mit Erdwällen und Palisaden befestigte Burg, und die war noch zwei, drei Jahrhunderte älter. Das Schloss steht auf ihren Resten. Und ganz, ganz natürlich gab es und gibt es in solch alten Gemäuern einen Schlossgeist. Die Schweriner nennen ihn Petermännchen.
Mehr als tausend Jahre alt soll der Schlossgeist sein, manche Leute meinten sogar, das Petermännchen wäre für die Menschen, die hier schon vor zweitausend Jahren lebten, der Lichtgott gewesen. Vieles Andere wird über seine Herkunft gemutmaßt.
Eine Sage ist überliefert, wonach das Petermännchen ein verwunschener Prinz ist. Wir führen das in jene Zeit zurück, da auf der Insel die Burg stand. Schwerin, damals Zuarin (Tiergehege) genannt, bestand wahrscheinlich aus der Burg auf der Insel, einer Vorburg etwa an der Stelle des heutigen Alten Gartens und einem Tempel auf der kleinen Anhöhe, wo jetzt der Dom steht. Alles andere war Morast, Wald, Wiese oder Acker.
Inhaltsverzeichnis
In deutschen Landen, hoch im Norden, lag einst das Herzogtum Mecklenburg. Vor langer, langer Zeit, Hunderte von Jahren sind seitdem vergangen, da ereignete sich in der Fürstenresidenz Schwerin gar Seltsames. Schier über Nacht erschien ein Poltergeist in der mittelalterlichen Stadt. Und ausgerechnet im Franziskanerkloster! Ein Teufelsgespenst bei den frommen Brüdern - wie sollte das wohl zugehen?
Es wurde gemunkelt, daß ihn die Mönche von einer Reise mitgebracht hätten. Ja, kann man denn einen Geist einfach mitbringen? Etwa wie ein Geburtstagsgeschenk in buntes Seidenpapier gewickelt mit einem rosa Schleifchen darum? Oder wie ein Hündchen an der Leine mitführen? Was mag nur geschehen sein?
Dem Schloss fast gegenüber, in einer Straße, die zum Burgsee führt und heute noch Klosterstraße heißt, befand sich damals das Kloster des Franziskanerordens. Wer nun glaubt, dass die Mönche darin Tag und Nacht beteten, oft fasteten, in graue Gewänder gehüllt und überaus ärmlich und bescheiden nur ihrem Gott lebten, wie sie einstmals gelobt, der irrt sich gewaltig. Das Kloster war reich, ihm gehörten Land und Häuser, es besaß viel Geld. Die Mönche lebten gut, sehr gut sogar. Sie schmausten nach Herzenslust, gingen in die Wirtshäuser, wo sie literweise Bier und Wein tranken, so dass sie dicke Bäuche und rote Nasen bekamen.
Über die Klosterbrüder wird nun berichtet, dass sie durch ein leichtfertiges Versprechen den "unsauberen Geist" nach Schwerin gebracht hätten. In einer alten Schrift können wir darüber lesen. Vieles aber blieb ein Geheimnis.
Vernehmen wir nun den wahrhaften Bericht von jenem Geist, genannt der Puck, welcher in das Schwerinsche Franziskaner-Kloster gelangte und später eine richtige Heimat in dem zauberhaften Schloß auf der Burginsel nahebei fand.
Erika Borchardt
Weitere Bücher von Erika Borchardt
Petermännchen, der verwunschene Prinz.
Im Paradies des Verkehrsteufels. De Verkiehrsdüwel. Theaterstück
Petermännchen, der Poltergeist.
Das Geheimnis der Felsengrotte. Sagen aus Schwerin und Umgebung
Petermännchen will König werden. Seltsame Geschichten um seine Erlösung
Die schönsten Sagen und Geschichten vom Schweriner Schlossgeist PetermännchenÄhnliche Bücher
Sagenhafte Orte um den Schweriner See. Zwischen Warnow und Stepenitz, Döpe und Lewitz. Der Wanderführer
Sagensteine in Schwerin und im Schweriner Umland. 2. überarbeitete und erweiterte Ausgabe
Petermännchen – Schlossgeist mit Witz. Das Faultier im Burggarten. Eine schallende Lektion.Die Schweriner Petermännchen-Comics, Band 1
Petermännchen und der lügenhafte Langfinger. Ein geheimnisvoller Diebstahl im Schweriner Schloss
Zwei Chancen auf Erlösung. Der geschwätzige Prahlhans – Haselnüsse und Golddukaten
Der zweite Mann. Rückblick auf Leben und Schreiben