Uwe Berger

Flammen oder Das Wort der Frau. Erzählung

Die jüdische Dichterin Gertrud Kolmar wurde 1943 deportiert und in Auschwitz umgebracht. Nach dem Krieg machte sich im Westen Deutschlands Hermann Kasack um ihr Werk verdient. Im Osten tat dies Uwe Berger, der auch die Erzählung FLAMMEN über sie schrieb. Dabei benutzt er das authentische Material, die Briefe an ihre Schwester, die wenigen Lebensdaten, und er erfüllt das Datengerüst mit seiner Fantasie. Das sind vor allem die Gespräche, der Name Joseph, nicht der Fakt, ihre Leidensgefährtinnen, die Umstände ihres Todes in Auschwitz. Uwe Berger zeichnet eine sensible und entschlossene Frau. An ihre Schwester schreibt sie, dass sie den Weg gehe, der ihr von innen her bestimmt ist. Die gewaltigen Bilder ihrer Poesie sprechen für sich: Mag sein, sie haben meinen Traumwald nichtMit Blättern, die sich langsam müde färben,Und nicht die kahle Straße vorm Gesicht,Darauf ich täglich wandre in mein Sterben.

134 Seiten

Themenfelder

Biografien & ErinnerungenHistorische RomaneRomane & ErzählungenKriegMilitär & PolitikZeitgeschichteKunst & KulturLiteraturgeschichteLyrikModerne Frauen

Beschreibung

Die jüdische Dichterin Gertrud Kolmar wurde 1943 deportiert und in Auschwitz umgebracht. Nach dem Krieg machte sich im Westen Deutschlands Hermann Kasack um ihr Werk verdient. Im Osten tat dies Uwe Berger, der auch die Erzählung FLAMMEN über sie schrieb. Dabei benutzt er das authentische Material, die Briefe an ihre Schwester, die wenigen Lebensdaten, und er erfüllt das Datengerüst mit seiner Fantasie. Das sind vor allem die Gespräche, der Name Joseph, nicht der Fakt, ihre Leidensgefährtinnen, die Umstände ihres Todes in Auschwitz.

Uwe Berger zeichnet eine sensible und entschlossene Frau. An ihre Schwester schreibt sie, dass sie den Weg gehe, der ihr von innen her bestimmt ist. Die gewaltigen Bilder ihrer Poesie sprechen für sich:

Mag sein, sie haben meinen Traumwald nicht

Mit Blättern, die sich langsam müde färben,

Und nicht die kahle Straße vorm Gesicht,

Darauf ich täglich wandre in mein Sterben.

Bibliografische Angaben

Erstveröffentlichung01.01.1990
E-Book-Ausgabe08.05.2013
Seiten134
ISBN (EPUB)978-3-86394-002-7
ISBN (PDF)978-3-86394-958-7
ASIN (Kindle)B00WXLI5IS
VerlagEDITION digital
Sprachedeutsch

Schlagwörter

AuschwitzJudenGertrud KolmarDichterAntifaschistWiderstandVergasungBuchenwaldBriefePoesieHolocaustBerlinZwangsarbeitTraumwald